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Da wirft man dann schlechtem Geld, gutes Geld hinterher

Justicia

Justicia | © CC0/pixabay.com

Natürlich passiert Jedem von uns das im Leben nicht nur einmal. Wir werfen gutem Geld dann schlechtes Geld hinterher.

Ärgerlich, aber nun sogar vom höchsten deutschen Gericht, dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe, so entschieden, dass wir das sogar müssen, wenn……………… wir an einem Fonds beteiligt sind. Das gilt besonders für die Fondsanleger deren Fonds liquidiert werden soll bzw. bereits liquidiert wird.

Anleger haben, aus welchen Gründen dann auch immer,  den Beschluss gefasst ihre unternehmerische Beteiligung abzuwickeln. Für solch eine Abwicklung wird dann ein Abwickler (Liquidator) bestellt, was in der Folge natürlich dann Kosten verursacht. Genau diese Kosten der Abwicklung, muss die Gemeinschaft aller Anleger an diesem Fonds, dann natürlich auch bezahlen. Selbst wenn der Fonds dann in Insolvenz gehen würde, bedeutet das dann sicherlich im Umkehrschluss auch, dass die beteiligten Anleger, dann auch hier für die Kosten aufkommen müssten, und Geld bezahlen müssen .

Eine völlig veränderte Situation zur bisherigen Praxis, mit sicherlich enormen Folgen, denn viele Liquidatoren und Insolvenzverwalter diverser Fonds haben nun eine Rechtsgrundlage, ohne viele Prozesse führen zu müssen, auf der sie dann ihre Geld- Forderungen an die betroffenen Anleger stellen können.  Wir haben uns einmal die Mühe gemacht im Bundesanzeiger nachzuschauen, so Thomas Bremer von www.diebewertung.de aus Leipzig, wie viele Fonds das im Moment betreffen könnte. Wir kommen dabei auf über 300 Beteiligungen auf die das dann zutreffen könnte.

Trotzdem, so einfach ist das dann aber auch wieder nicht die Anleger „pauschal zur Kasse zu bitten“. Der Abwickler darf hier immer nur so viel an Geld verlangen, wie die tatsächlichen nachgewiesenen Kosten für diese Abwicklung dann auch betragen. Dazu muss er dann natürlich den Nachweis gegenüber den Anlegern führen bzw. erbringen. Auch hier muss er wieder jeden Anleger gleich behandeln. Raus aus der Nummer ist im Regelfall aber immer der Einmaleinzahler.

Nun wird man einmal die nächsten Wochen und Monate abwarten müssen, wie viele Liquidatoren genau auf diesen Zug aufspringen werden. Das Schlimme daran wird sein, das der einzelne Anleger gar nicht erkennen können wird, ob die Berechnung des Liquidators dann auch richtig ist. Da ist dann neuer Rechtsstreit wieder Vorprogrammiert.

Veröffentlichungsdatum: Sonntag, 06.05.2018
Verantwortlicher Autor: Red. TB

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