Start Allgemein Warnhinweise die Sie bei einem Investmentangebot beachten sollten

Warnhinweise die Sie bei einem Investmentangebot beachten sollten

130

Auch zu Beginn dieser Woche wird die BaFin nicht müde unseriöse Firmen auf ihre Internetseite zu nehmen.

luxtradegroup.de: BaFin ermittelt gegen die Gesellschaft Tristan Invest LLC

Die BaFin stellt gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) klar, dass die Gesellschaft Tristan Invest LLC keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen besitzt. Das Unternehmen wird nicht von der BaFin beaufsichtigt. Die Inhalte auf ihrer Website luxtradegroup.de rechtfertigen die Annahme, dass die Gesellschaft als LuxTrade oder Monolux Trade Group unerlaubt Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen in Deutschland betreibt.

Anbieter von Bankgeschäften oder Finanzdienstleistungen in Deutschland benötigen eine Erlaubnis nach dem KWG. Einige Unternehmen handeln jedoch ohne die erforderliche Erlaubnis. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen von der BaFin zugelassen ist, finden Sie in der Unternehmensdatenbank.

Die BaFin, das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter raten Verbraucherinnen und Verbrauchern, bei Geldanlagen im Internet äußerst vorsichtig zu sein und vorab gründlich zu recherchieren, um Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Von Cramm Investment GmbH, Berlin: Unrechtmäßiges Angebot vorbörslicher Aktien der „Porsche AG“, der RUAG AG sowie der RUAG International Holding AG

Die nicht in das Handelsregister eingetragene „Von Cramm Investment GmbH“, angeblicher Sitz Gottfried-von-Cramm-Weg 33, 14193 Berlin, nimmt unaufgefordert telefonisch Kontakt zu Verbraucherinnen und Verbrauchern auf, um ihnen angebliche vorbörsliche Aktien der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft (kurz: „Porsche AG“) anzubieten. Außerdem bietet die Von Cramm Investment GmbH angebliche vorbörsliche Aktien der RUAG International Holding AG, der RUAG Schweiz AG (mit den Divisionen RUAG Space, RUAG Ammotec, RUAG Aerostructures), der RUAG MRO Holding AG, der RUAG AG und der RUAG GmbH (kurz: „RUAG“) an. Sowohl die Volkswagen AG als auch die BaFin weisen darauf hin, dass vorbörsliche Kaufangebote für diese Aktien unrechtmäßig sind und weder von der Volkswagen AG noch von einer ihrer Tochtergesellschaften stammen. Vorbörsliche Kaufangebote für die Aktien der „RUAG“ stammen nicht von der RUAG MRO Holding AG, der RUAG International Holding AG oder einer ihrer Tochtergesellschaften.

In jüngster Zeit häufen sich die Meldungen von Betrugsversuchen, bei denen Aktien bekannter Gesellschaften zur Zeichnung angeboten werden. Diese Aktien werden jedoch nach Zahlung durch die Käufer nicht geliefert und die Anbieter sind nicht mehr erreichbar.

Unternehmen, die Verbraucherinnen und Verbrauchern Aktien anderer Unternehmen zum Kauf anbieten, benötigen hierfür eine Erlaubnis der BaFin. Dies gilt auch für vorbörsliche Aktien. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen über eine solche Erlaubnis verfügt, finden Sie in der Unternehmensdatenbank.

Die BaFin stellt gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz klar, dass die Von Cramm Investment GmbH keine Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen besitzt.

Auch liegt der für ein öffentliches Angebot erforderliche Wertpapierprospekt für die genannten Aktien nicht vor. Ob für ein öffentliches Angebot von Wertpapieren ein gebilligter Prospekt bei der BaFin hinterlegt ist, können Sie in der Datenbank Hinterlegte Hinterlegte Prospekte überprüfen.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Anlagen24 und AXA-Finanz: BaFin ermittelt wegen des Betreibens erlaubnispflichtiger Geschäfte

Die BaFin weist gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) darauf hin, dass das Unternehmen Anlagen24 (anlagen24.com), angeblicher Sitz in der Stresemannallee 4b, 41460 Neuss, sowie das Unternehmen AXA-Finanz (zinsdepartment.fln.com.ua), angeblicher Sitz in 41564 Kaarst, keine Erlaubnis nach dem KWG zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen besitzen. Die Unternehmen werden nicht von der BaFin beaufsichtigt.

Anlagen24 nimmt unaufgefordert telefonischen Kontakt zu Verbraucherinnen und Verbrauchern auf, um ihnen angebliche Festgeldanlagen bei ausländischen Instituten anzubieten.

Die Inhalte auf den Websites anlagen24.com und zinsdepartment.fln.com.ua rechtfertigen zudem die Annahme, dass weitere Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen in Deutschland angeboten werden.

Die BaFin weist darauf hin, dass diese Angebote weder der AXA Gruppe noch der Schoth Invest GmbH & Co. KG zuzurechnen sind. Es handelt sich hierbei um einen Identitätsmissbrauch durch unbekannte Täter.

Anbieter von Bankgeschäften oder Finanzdienstleistungen in Deutschland benötigen eine Erlaubnis nach dem KWG. Einige Unternehmen handeln jedoch ohne die erforderliche Erlaubnis. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen von der BaFin zugelassen ist, finden Sie in der Unternehmensdatenbank.

Die BaFin, das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter raten Verbraucherinnen und Verbrauchern, bei Geldanlagen im Internet äußerst vorsichtig zu sein und vorab gründlich zu recherchieren, um Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

EuroFinance Gesellschaft mit beschränkter Haftung – Handelsgesellschaft: BaFin ermittelt gegen die Verantwortlichen

Die BaFin stellt gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) klar, dass die EuroFinance Gesellschaft mit beschränkter Haftung – Handelsgesellschaft mit angegebenem Geschäftssitz in Toulouse, Frankreich, welche auch als EuroFinance Service oder EuroFinance SARL auftritt, keine Erlaubnis nach dem KWG zum Betreiben von Bankgeschäften, insbesondere des Kreditgeschäfts im Sinne des § 1 Absatz 1 Satz 2 Nr. 2 KWG, oder zum Erbringen von Finanzdienstleistungen besitzt. Das Unternehmen wird nicht von der BaFin beaufsichtigt.

Die Gesellschaft ist im Zusammenhang mit den Ermittlungen zur Inter Euro Bank aufgefallen, welche die Website intereurobank.com betreibt.

Die der BaFin vorliegenden Informationen und Unterlagen rechtfertigen die Annahme, dass die Gesellschaft unerlaubt Bankgeschäfte, insbesondere das Kreditgeschäft im Sinne des § 1 Absatz 1 Satz 2 Nr. 2 KWG, bzw. Finanzdienstleistungen in Deutschland anbietet.

Anbieter von Bankgeschäften oder Finanzdienstleistungen in Deutschland benötigen eine Erlaubnis nach dem KWG. Einige Unternehmen handeln jedoch ohne die erforderliche Erlaubnis. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen von der BaFin zugelassen ist, finden Sie in der Unternehmensdatenbank.

Die BaFin, das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter raten Verbraucherinnen und Verbrauchern, bei Geldanlagen im Internet äußerst vorsichtig zu sein und vorab gründlich zu recherchieren, um Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen.
Der Wortlaut wurde bereits mit der Referats- und Abteilungsleitung abgestimmt.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Identitätsmissbrauch: cwe-capital.com/CWE Capital Holding GmbH, München – BaFin warnt vor vermeintlich lukrativem Jobangebot im Home-Office

Die BaFin warnt davor, auf ein vermeintlich lukratives Jobangebot als „Crypto-Assistent*in“ einzugehen, welches angeblich von der CWE Capital Holding GmbH stammt.

Die CWE Capital Holding GmbH ist nicht Betreiberin der Website cwe-capital.com und nicht Anbieterin der dort dargestellten Dienstleistungen sowie des Stellenangebots. Vielmehr wird der Name des Unternehmens unberechtigt benutzt, um Kontoinhaber als Finanzagenten anzuwerben.

Die angebotene Tätigkeit besteht darin, über das eigene inländische Bankkonto Zahlungen Dritter entgegen zu nehmen und diese wiederum an andere Dritte weiterzuleiten bzw. die eingegangenen Gelder in Kryptowerte wie Bitcoins umzuwandeln. Die auf das Konto des „Crypto-Assistenten“ überwiesenen Gelder stammen dabei vermutlich von Dritten, die selbst Opfer krimineller, insbesondere betrügerischer Handlungen geworden sind. Darüber hinaus können sich Verbraucherinnen und Verbraucher, die als „Crypto-Assistenten“, mithin als Finanzagenten agieren, strafbar machen.

Die von den Anbietern in Aussicht gestellte Anmeldung des privaten Kontos beim Finanzamt ist gesetzlich nicht vorgesehen und wird auch nicht vorgenommen.

Die BaFin hat bereits mehrfach auf betrügerische Jobangebote hingewiesen. Betroffenen Verbrauchern empfiehlt sie, die Strafverfolgungsbehörden – Polizei oder Staatsanwaltschaft – über solche Sachverhalte zu informieren.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Adler & Bernstein, Betreiber der Internetseite adlerundbernstein-ipoelite.com: Hinreichend begründeter Verdacht für fehlenden Prospekt

Die BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass der Betreiber der Website adlerundbernstein-ipoelite.com, das Unternehmen Adler & Bernstein, nach eigenen Angaben mit Sitz in London, Vereinigtes Königreich, in Deutschland Aktien der Mobileye N.V. ohne den erforderlichen Prospekt öffentlich anbietet.

Am 10. Juni 2022 hatte die BaFin bereits eine Meldung dazu veröffentlicht, dass sie gegen Adler & Bernstein wegen des Betreibens erlaubnispflichtiger Geschäfte ermittelt.

Das öffentliche Angebot von Wertpapieren ohne einen gebilligten Prospekt stellt – sofern keine Ausnahme eingreift – einen Verstoß gegen die Prospektpflicht nach Artikel 3 Absatz 1 der EU-Prospektverordnung dar.

Entgegen Artikel 3 Absatz 1 der EU-Prospektverordnung wurde für das öffentliche Angebot kein Prospekt veröffentlicht. Anhaltspunkte für eine Ausnahme von der Prospektpflicht sind nicht ersichtlich.

In Deutschland dürfen Wertpapiere im Grundsatz – das heißt vorbehaltlich einer Prospektausnahme – nicht ohne die Veröffentlichung eines von der BaFin zuvor gebilligten Prospekts öffentlich angeboten werden. Im Rahmen einer solchen Billigung prüft die BaFin, ob der Prospekt die gesetzlich geforderten Mindestangaben enthält und ob sein Inhalt verständlich und kohärent (widerspruchsfrei) ist. Sie prüft die Prospektangaben jedoch nicht auf inhaltliche Richtigkeit. Ebenso erfolgt weder eine Überprüfung der Seriosität des Emittenten noch eine Kontrolle des Produkts.

Bei unrichtigen oder unvollständigen Angaben im Prospekt kann eine Haftung der Prospektverantwortlichen gemäß §§ 9 bzw. 10 Wertpapierprospektgesetz (WpPG) bestehen. Gleiches gilt nach § 14 WpPG für Anbieter und Emittenten von Wertpapieren, wenn pflichtwidrig kein Prospekt veröffentlicht wurde.

Ein Verstoß gegen die Prospektpflicht stellt nach § 24 Absatz 3 Nr. 1 WpPG eine Ordnungswidrigkeit dar und kann gemäß § 24 Absatz 6 WpPG mit einer Geldbuße von bis zu 5 Millionen Euro bzw. 3 Prozent des Gesamtumsatzes des letzten Geschäftsjahres geahndet werden. Auch können Geldbußen bis zum Zweifachen des aus dem Verstoß gezogenen wirtschaftlichen Vorteils verhängt werden.

Bitte bedenken Sie, dass Investitionen in Wertpapiere immer nur auf der Grundlage der erforderlichen Informationen getätigt werden sollten.

Ob für ein öffentliches Angebot von Vermögensanlagen ein gebilligter Verkaufsprospekt bei der BaFin hinterlegt ist, können Sie in der Datenbank Hinterlegte Prospekte überprüfen.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

E3 Solar Finance/e3solfin.com: BaFin ordnet Einstellung des unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts an

Die BaFin hat E3SolarFinance, London, Vereinigtes Königreich, mit Bescheid vom 14. Juni 2022 aufgegeben, das ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft unverzüglich einzustellen.

Das Unternehmen unterhielt bis vor kurzem die Website e3solarfinance.com und betreibt aktuell den Internetauftritt e3solfin.com. Es bietet Kundinnen und Kunden die Eröffnung von Festgeldkonten an, indem es ihnen ein Formular „Auftrag Festgeld“ übermittelt. Es soll sich um eine zeitlich befristete Einlage mit einem fixen Zinssatz und einer einmaligen Einzahlung zu Beginn der Festlaufzeit handeln. Die Einlagen sollen Kunden auf ein englisches Konto einzahlen.

Die Einstellungsanordnung der BaFin verpflichtet E3 Solar Finance, das unerlaubt betriebene Einlagengeschäft sofort einzustellen.

Der Bescheid der BaFin ist von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Handelsplattform express-fx.com: BaFin untersagt der ExpressFX den unerlaubt erbrachten Eigenhandel

Die BaFin hat mit Bescheid vom 14. Juni 2022 gegenüber der ExpressFx, Birmingham, Vereinigtes Königreich, die sofortige Einstellung des unerlaubt erbrachten Eigenhandels angeordnet. Das Unternehmen wird als Betreiber der Handelsplattform express-fx.com aufgeführt. Die BaFin hatte bereits am 13. Mai 2022 vor dem Unternehmen gewarnt.

Das Unternehmen bietet deutschen Kundinnen und Kunden auf der von ihm betriebenen Handelsplattform express-fx.com finanzielle Differenzkontrakte (Contracts for Difference – CFD) an, die auf Währungen und Kryptowährungen laufen.

Damit betreibt das Unternehmen gewerbsmäßig den Eigenhandel nach § 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 4 lit. c Kreditwesengesetz (KWG) bzw. § 2 Absatz 2 Nr. 10 lit. c) Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Über die nach § 32 Absatz 1 KWG bzw. § 15 WpIG erforderliche Erlaubnis der BaFin verfügt es jedoch nicht. Es handelt daher unerlaubt.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Stifel Europe Bank AG: BaFin ordnet Sicherstellung der ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation und zusätzliche Eigenmittelanforderungen an

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat gegenüber der Stifel Europe Bank AG gemäß § 25a Absatz 2 Satz 2 Kreditwesengesetz (KWG) angeordnet, die Mängel zu beseitigen, die einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation im Sinne von § 25a Absatz 1 KWG entgegenstehen.

Die BaFin hat zudem nach § 6c Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 KWG zusätzliche Eigenmittelanforderungen bei dem Institut angeordnet.

Grund für die Maßnahmen ist ein Verstoß gegen die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation im Sinne des § 25a Absatz 1 KWG. Eine Sonderprüfung hatte ergeben, dass die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsorganisation nicht in allen geprüften Bereichen gegeben war.

Die Anordnungen sind seit dem 20. April 2022 bzw. dem 3. Juni 2022 bestandskräftig.

Die Veröffentlichung erfolgt aufgrund von § 60b KWG.