Start Politik Warmlaufen der Hintermänner

Warmlaufen der Hintermänner

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Hintermänner | © Couleur / Pixabay

Mit großer Spannung wird nun der Ausgang der Landtagswahl in Hessen am morgigen Tag erwartet. Punkt 18 Uhr werden die Bürger und die Parteien wissen, ob die Wahlprognosen der Meinungs-Forscher dann auch zutreffend waren. Ob man dann aber in Hessen noch von einer Landtagswahl reden kann ist die eigentliche Frage, denn eigentlich ist das eine Protestwahl gegen Berlin, gegen die dortige große Koalition aus CDU/CSU und der SPD.

Sowohl die CDU als auch die SPD sind derzeit auf dem Weg den Nimbus einer Volkspartei zu verlieren, wobei die SPD den Anspruch eine Volkspartei zu sein, eigentlich schon seit Jahren verloren hat. Hört sich trotzdem gut an, und so lässt man sich weiterhin als Partei so bezeichnen.

Nach dem Ergebnis der Landtagswahl dürften sich dann aber auch einige „Partei-Partisanen“ so langsam aus der Deckung wagen, wenn eben sowohl CDU und SPD drastisch an Wählerzustimmung verlieren sollten. In der SPD dürfte die Diskussion um Frontfrau Andrea Nahles beginnen, und einer ihrer großen innerparteilichen Gegner, Olaf Scholz, dürfte sich versuchen in Position für den SPD Vorsitz zu bringen.

Olaf Scholz ist eben nicht der angenehme Politiker mit hanseatischem Stil, Olaf Scholz ist ein Machtmensch, der immer auf die Gelegenheit wartet seine Ziele zu erreichen. Scholz hat natürlich bewusst Andrea Nahles bei ihrer Wahl zur SPD Vorsitzenden unterstützt, denn Olaf Scholz wusste, dass die Zustimmung zur SPD, mit dem Eintritt in eine große Koalition, weiter nach Unten gehen wird. Viele Bürger würden die SPD als „Verräter“ ansehen, hat ihr ehemaliger Parteivorsitzender noch am Wahlabend der Bundestagswahl, für die SPD die Opposition ausgerufen. Olaf Scholz war bewusst, dass Andrea Nahles immer mehr Zielscheibe der Presse und Medien sein würde. Andrea Nahles hat aber auch bis zum heutigen Tage in der SPD nichts an neuen Ideen, Konzepten und Zielen auf den Weg gebracht. Auch darüber sind viele Genossen sehr enttäuscht. Miesmacher, wie Ralf Stegner und Kevin Kühnert, werden aber auch möglicherweise ihre Chance suchen.

Ganz anders in der CDU. Dort hat Angela Merkel „den Kampf um ihre Nachfolge freigegeben und damit auch eröffnet“. Man darf nun gespannt sein, wer sich noch vor dem Bundeswahlparteitag der CDU in Hamburg, Anfang Dezember, so aus dem Hinterhalt heraus traut.

Wahlgewinner werden die AfD und die Grünen in Hessen sein. Die Grünen profitieren da natürlich auch von den Protestwählern, die zwar Protest wählen wollen, denen aber die AfD zu Rechts ist. Nun, beiden Parteien wird das egal sein, Hauptsache man ist mit einem sehr guten Ergebnis im hessischen Landtag. Das dies so sein wird, daran gibt es wohl keine Zweifel.