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Trinkwasser fehlt – warum sauberes Wasser eine Herausforderung Afrikas bedeutet, im Gespräch mit Kingsley Ekwueme, GrowExpress Ldt. und Afrikaexperte

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Cocoa House, Dugbe, 200263 Ibadan, Nigeria I
Dorfgeschehen Anpflanzungen der GrowExpress -Cocoa House, Dugbe, 200263 Ibadan, Nigeria I

Republik Simbabwe – ein Staat im Binnenland des südlichen Teils von Afrika. Krisen und Misswirtschaft behindern die Entwicklung des einstmals gut organisierten Staates.
Nach mehreren Wirtschaftskrisen im letzten Jahrzehnt steht die derzeitige Wasser- und sanitäre Situation in Simbabwe vor zahlreichen Herausforderungen. Der Mangel an technischer Kapazität unter anderem aufgrund der Abwanderung ausgebildeten Fachpersonals oder an externem Fachwissen sowie verbreitetes Missmanagement im Sektor, führen zu hohen Wasserverlusten, mangelnder Wartung, einer Verschlechterung des Rohwassers und der generellen Dienstleistungerbringung. Gleichzeitig kontaminieren die fehlende Sanitärversorgung und das fehlende Abfallmanagement die Rohwasser Quellen, was immer wieder zur Ausbreitung von durch Wasser übertragenen Krankheiten führt, wie im Fall der Cholera-Epidemie in den Jahren 2008/2009.

Weniger als die Hälfte der Menschen haben Zugang zu sauberem Trinkwasser

Aktuell haben nur durchschnittlich 43 Prozent der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Großteil der Bevölkerung lebt in ländlichen Gebieten mit lediglich 30 Prozent Trinkwasserversorgung. Stromausfälle, Rohr Lecks und schlechtes Management machen den Zugang zu Leitungswasser unregelmäßig. Die Menschen ohne Trinkwasserversorgung beziehen Wasser aus flachen Brunnen, Bohrlöchern oder Oberflächengewässern, welches ohne vorherige Behandlung nicht trinkbar ist; gleichzeitig ist Wasseraufbereitung nur äußerst eingeschränkt möglich. Die Wasserversorgung Simbabwes hängt stark von Oberflächenwasser ab. Der Klimawandel hat einen entscheidenden Einfluss auf dessen Verfügbarkeit und damit auch auf die Ernährungssicherheit. Nach der Prognose der “Deutsche Stiftung Weltbevölkerung” wird die Bevölkerung Simbabwes beispielsweise bis 2030 auf 22 Millionen Menschen und bis 2050 auf 33 Millionen Menschen anwachsen, wodurch sich die Herausforderungen in Simbabwes verschärfen werden, aber diese Herausforderungen gelten auch für zahlreiche weitere Länder des Kontinents.

Konsequenzen und Hilfemaßnahmen

Deutschland bemüht sich um Hilfe. Die Bundesregierung hat sich mit dem Zweiten Nationalen Aktionsplan (NAP) 2019-2021 im Rahmen der Teilnahme Deutschlands an der Open Government Partnership (OGP) zur Stärkung von Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit durch offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln bekannt. Für die deutsche Entwicklungspolitik ist das Leitprinzip der Transparenz wichtige Voraussetzung für eine wirksame Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Auch die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung betont die Bedeutung von Transparenz in der EZ. Die Offenlegung der Verwendung von Mitteln und Geldflüssen macht die deutsche EZ für ihre Entwicklungspartner besser vorhersehbar und nachvollziehbar. Durch transparentes Handeln kann die Eigenverantwortung der Partner Regierungen gestärkt, die Koordination zwischen Gebern und Empfängern gestärkt werden. Co-Manager und Founder Thomas Wegener aus Berlin hierzu: “Die Situation in afrikanischen Ländern ist divers; wer wie ich in unterschiedlichen Ländern in Afrika Märkte erschlossen und Unternehmen aufgebaut hat, weiß, dass eine pauschale Betrachtung nicht angezeigt ist. Beispielsweise haben wir in Nigeria, einem Land, in dem wir ein landwirtschaftliches Mustergut betreiben eine große Wasserverschmutzung durch die Erdölindustrie.“

Wassersektor braucht dringend Investitionen

Nigerias Wassersektor braucht dahingehend dringend Investitionen um die weit verbreitete Verschmutzung und Wasserarmut zu bekämpfen und den Zugang zu Sanitäranlagen zu verbessern. Hier können sich zusätzliche Chancen ergeben, den die Regierung plant bis 2030 den universellen Zugang zu Trinkwasser für alle Nigerianer sicherzustellen, sowie bis 2025 die offene Defäkation zu beenden. Die Investitionssumme ist auf US$11-20 Mrd. prognostiziert. Nigeria möchte neben den eigenen und Mitteln von Geber Institutionen auch vermehrt auf privatwirtschaftliche Kooperationen setzen. Diese PPP-Projekte (Private-Public-Partnerships) und sogenannte grüne Anleihen (Green Bonds) werden dem zugutekommen. Derzeit entsteht in Lekki (Lagos) im Rahmen einer PPP-Vereinbarung eine Brackwasserentsalzungsanlage mit einer Tagesleistung von 200.000m³. Technische Partner sind auch hier europäische Firmen, welche diese für 25 Jahre betreiben.

Wasser ist die Grundlage für eine saubere Landwirtschaft

Da Nigeria Föderal strukturiert ist, kann auch GrowExpress hier seinen Beitrag in dem firmenansässigen Bundesstaat OYO leisten. Hier wurden erste Projekte umgesetzt wie die Reinigung der anliegenden Flussstrukturen, Erneuerung der lokalen Wasser- und Sanitäranlagen. Diese sind auch die Voraussetzung für eine von Beginn an saubere Landwirtschaftliche Arbeit auf den grünen Musterfarmen von GrowExpress und als der Grundversorgung für die dort ansässigen Bauern und der lokalen Herstellung von reinen Basisstoffen für die Lebensmittel- und Arzneimittelproduktion.
Und es sind auch weitere Zukunfts-Engagements geplant, denn der Markt für die Abfüllung von Wasser, Herstellung von Trinkwasser Beuteln und generelle Getränkeabfüllung wächst rasant durch den stetigen Bevölkerungswachstum und Urbanisierung. Das steigende Marktvolumen für das Tafelwasser wird alleine in diesem Jahr auf US$ 3,2 Mrd geschätzt. Das zukünftige Ziel ist gemeinsam mit den lokalen Verbrauchern eine geschlossene Kreislaufwirtschaft zu schaffen, welche Ressourcenschonend Wasser fördert, verarbeitet und die gebrauchten Kunststoffbehältnisse durch konsequentes Recycling, einem weiteren Nutzen zukommen zu lassen.

Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes:

Kingsley Ekwueme
Managing Director
GrowExpress Ltd.

Kontakt:
GrowExpress Limited
Kingsley Ekwueme
+234 7031135981
AtYourService@growexpress.biz
Cocoa House, Dugbe, 200263 Ibadan, Nigeria

Das GrowExpress Büro mit Sitz in Nigeria Cocoa House, Dugbe, 200263 Ibadan, Nigeria. Das 1965 auf einer Höhe von 105 Metern fertiggestellte Cocoa House, war einst das höchste Gebäude in Nigeria und der erste Wolkenkratzer in Westafrika. Es befindet sich in Dugbe, einem der wichtigstenen Gewerbegebiete in Ibadan, Bundesstaat Oyo, Nigeria.