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TikTok, sekundäre Arbeitstugenden und der Stellenmarkt

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Schon die alten Griechen bemängelten, dass die Jugend nicht mehr so sei wie früher. Schon vor mehr als 2000 Jahren war die Befürchtung da, dass die Zukunft nicht mehr so gut wie die Vergangenheit sein könnte.

Also schon zu allen Zeiten wurde die Jugend kritisch betrachtet. Natürlich gab es auch jene Strömungen, welche geradezu die Jugend unterstützten.

Problematisch allerdings wird es nun im 21. Jahrhundert. Dieses Jahrhundert steht nun gerade am Anfang seiner Entwicklung. Doch schon jetzt rächen sich die Sünden der Vergangenheit. Rein volkswirtschaftlich gelingt es nur einer Generation, natürlich auf Kosten der vorhergehenden und zukünftigen Generation, im Wohlstand und sorgenfrei aufzuwachsen. Diese glückliche Generation wurde während oder nach dem Krieg geboren (etwa Babyboomer).

Seit ungefähr zehn Jahren beginnen diese beiden Gruppen in Pension zu gehen. Bisher war das auch kein großes Problem. Durch den sogenannten Generationenvertrag waren die Pensionen gesichert. Niemand wollte oder wusste von zukünftigen problematischen Entwicklungen Bescheid.

Betrachtet man allerdings schon die Geburtenraten, etwa im kinderlieben Italien, so konnte man schon in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts beobachten, dass die Geburtenrate dramatisch gesunken war. Die typische Italienerin brachte nunmehr, zu Beginn der achtziger Jahre, 0,67 Kinder auf die Welt. Der Trend setzte sich natürlich in anderen Regionen der Welt fort (zumindest in Europa).

Europa steht das erst vor dem Scherbenhaufen seiner Kinderpolitik. In den meisten Ländern Europas gehen in den kommenden zehn Jahren mehr als 50 % der Menschen, etwa in Verwaltungen, Ärzte, Therapeuten etc.) in Pension.

Überall herrscht Personalmangel. In ein paar Jahren wird man von Glück sprechen können, wenn man überhaupt noch adäquate Arbeitskräfte findet.

Viele Firmen sind dazu übergegangen etwa über TikTok oder andere, populär gewordene Medien Arbeitskräfte anzuheuern. Mitunter werden auch junge Menschen dabei gefunden. Grundsätzlich sind die Noten dabei kein großes Problem. Vielmehr sind es die Sekundärqualifikationen (Pünktlichkeit, Genauigkeit, Höflichkeit, Interesse etc.), welche Probleme bereiten.

Viele glauben etwa schon im zweiten Lehrjahr genug von der Mathematik zu wissen, etwa Ofenbauer, jedoch bestehen gravierende Mängel in den Grundrechnungsarten. Schnell begibt man sich ins Burnout und verlässt den Arbeitsplatz. Man hat es ja nicht nötig sich weiter zu quälen.

Europa steht vor gravierenden Problemen. Diese Probleme werden sich auch nicht dadurch beheben lassen, wenn vielleicht einige Babyboomer länger arbeiten.

Neue Initiativen und Ansätze müssen gefunden werden, um die aufklaffenden Lücken (in allen Bereichen) füllen zu können.