Start Leipzig Die SPD der Feind der Neuen Bundesländer?

Die SPD der Feind der Neuen Bundesländer?

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moinzon / Pixabay

Das wird den SPD Genossen in den Neuen Bundesländern dann sicherlich gar nicht gefallen, was man da an Nachrichten aus Berlin hören muss. Genau diese Nachricht könnte den Niedergang der SPD in den Neuen Bundesländern noch einmal beschleunigen.

Die Rede ist von der aktuellen Beschlussvorlage für eine Investition in den Neuen Bundesländern, am Standort Leipzig. In dieser Beschlussvorlage des Bundesministeriums der Justiz in Berlin hat man den Osten komplett gestrichen. Mensch Herr Dulig, Frau Schwesig, Herr Tiefensee und Herr Woitke, was machen Ihre Genossen in Berlin da? Wissen die, das es die neuen Bundesländer noch gibt?

Obwohl der Deutsche Bundestag im Herbst 2018 mit großer Mehrheit ein „Forum Recht“ mit Sitz in Leipzig beschlossen hat, kommt der Standort im überarbeiteten Entwurf für ein entsprechendes Stiftungsgesetz nicht mehr vor – das SPD geführte Bundesjustizministerium hat die Stadt und den gesamten Osten gestrichen. So kann man es in den Medien heute lesen.

Wie wollen Sie das den Menschen erklären, diese Symbolpolitik der SPD in Berlin? Karlsruhe ja, und Leipzig nein!!

Herr Dulig, Frau Schwesig, Herr Tiefensee und Herr Woitke Ihre Partei, die SPD, schreit regelrecht danach abgestraft werden zu wollen bei den Landtagswahlen in den neuen Bundesländern in diesem Jahr. Willy Brandt würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er sehen könnte wie sich seine Partei selber abwirtschaftet.

Burkhard Jung, noch Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, ist jetzt gefordert seinen Genossen in Berlin gewaltig auf die Füsse zu treten, denen mal KLAR zu machen das solche fatalen Szenarien nicht nur seiner SPD einen Bärendienst erweisen, sondern die neuen Bundesländer als „Länder 2.Klasse“ aussehen lassen.

Das haben die Menschen in den neuen Bundesländern nicht verdient. Im Gegenteil, hier muss man endlich einmal anfangen auch deren Lebensleistungen anzuerkennen. Es kann nichts ein, das die Neuen Bundesländer immer nur 2. für Sie sind.

Klar gefällt das dem Westen, denn je größer der Lohnunterschied zu den alten Bundesländern ist, desto einfacher ist es doch für die Unternehmen in den alten Bundesländern die jungen Menschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Thüringen in ihre Bundesländer zu locken.

Ohne die Menschen der neuen Bundesländer die nach der Wende in die alten Bundesländer abgewandert sind, würden viele der alten Bundesländer heute wirtschaftlich nicht so gut dastehen. Das wird leider zu oft vergessen. Die Politik muss aber nun dafür sorgen, dass die Neuen Bundesländer nicht mehr „ausbluten“. Es muss nicht nur gleichen Lohn für gleiche Arbeit geben, sondern es muss auch endlich Schluss damit sein, den Osten als „Museum“ zu betrachten und mit ein paar Almosen abzuspeisen.