Start Anlegerschutz Warum sitzt die Hamburger Staatsanwaltschaft den Fall Lombardium aus?

Warum sitzt die Hamburger Staatsanwaltschaft den Fall Lombardium aus?

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Justitia
Justitia | © CC0/pixabay.com

Das Verhalten der Hamburger Staatsanwaltschaft im Vorgang Lombardium ist nicht mehr nachvollziehbar. 100 Millionen Euro geklaut von Personen die der Staatsanwaltschaft bekannt sind. Fast 7.000 betrogene Anleger die nur noch mit dem Kopf schütteln, denn in Hamburg scheint unser Rechtssystem nicht zu funktionieren. Erwischst du einen Dieb auf frischer Tat bei einem Einbruch, dann geht der auch ohne Beute gemacht zu haben, erst mal in den Knast. Nur weil dieser Einbruch mit Schlüssel, PC und im weißen hemd passiert ist kommen die verantwortlichen Personen davon? Das kann doch nicht sein. Genau diesen Eindruck vermittelt aber die Hamburger Staatsanwaltschaft ob nun gewollt oder ungewollt. Natürlich ist mit der Aufarbeitung eine solchen Falles dann sehr viel Arbeit verbunden, mehr als bei einem Einbrecher den man auf frischer Tat stellt, aber es kann doch nicht sein, das man wegen „viel Arbeit“ eine kriminelle Bande davonkommen lässt. Personen aus dem Umfeld der mutmaßlichen Gauner erzählen uns, das die Herren auch heute noch gut von dem geklauten Geld der Anleger leben, das kann man keinem beklauten Anleger dann auch verständlich und nachvollziehbar rüberbringen. Natürlich befeuert solches Nichthandeln die wildesten Spekulationen. Jedes Jahr gab es in Hamburg ein gesellschaftliches Ereignis an dem Hamburger Politiker und hohe Beamte der Hamburger Senatsverwaltungen gerne teilgenommen haben, natürlich auf Einladung des Veranstalters bzw. Sponsors dieses  Events. es geht um den Lombardium Cup, eben gesponsert von Anlegergeldern. Vielleicht hat der zuständige Staatsanwalt ja „kalte Füsse“ bekommen, als er die Einladungs- bzw. Teilnehmerliste gesehen hat. Reine Spekulation keine Frage, aber damit muss die Hamburger Staatsanwaltschaft leben. Erschüttert über das Nichthandeln der Staatsanwaltschaft Hamburg sind aber nicht nur die beklauten Anleger, sondern auch die ermittelnden Beamten des LKA Hamburg die einen verdammt guten Job gemacht haben in dem Vorgang.

Keiner dieser ermittelnden Beamten kann sich erklären, warum die Staatsanwaltschaft hier nicht handelt. Nach Aktenlage müssten die von uns ermittelten Täter längst in U-Haft sitzen. Mit den Fakten bekommt man bei jedem Ermittlungsrichter einen Haftbefehl, so ein nicht genannt werden wollender Mitar4beiter des LKA. Warum machen wir unsere Arbeit, und die Staatsanwaltschaft tut dann nichts? Da ist man natürlich frustriert, so der Beamte weiter. Nun, so haben wir erfahren, haben die Anleger ein privates Ermittlerteam auf die Beine gestellt um so zumindest einen Teil des ihnen geklauten Vermögens wiederzubekommen und um die Staatsanwaltschaft und die Insolvenzverwalter bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Mittlerweile gibt es aber auch Rechtsanwälte die hier dann eine Staatshaftung sehen, und eine Untätigkeitsklage ist wohl auch in Vorbereitung wie man aus Anlegerkreisen hört.

Thomas Bremer - www.diebewertung.de