Start Politik Scheitert der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung mit seiner Bewerbung?

Scheitert der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung mit seiner Bewerbung?

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Burkhard Jung
Burkhard Jung | © Lesekreis CC by SA 1.0

Burkhard Jung, noch Leipziger Oberbürgermeister, will nochmals eine berufliche Herausforderung annehmen, vor allem will er wohl mehr Geld verdienen. Burkhard Jung will Präsident des Ostdeutschen Sparkassen Verbandes in Berlin werden.

Doch so ganz ausgemacht scheint das mit einem Job in Berlin dann doch noch nicht zu sein. Im Gegenteil, die Bewerbung von Burkhard Jung als Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, hat zu einer Lagerbildung innerhalb des Ostdeutschen Sparkassen Verbandes geführt. Eine Lagerbildung die dem Verband offenbar nicht gut tut, und den Verband möglicherweise nun zum Handeln zwingen könnte. Zu früh ist Burkhard Jung möglicherweise mit seinen Wechselabsichten an die Öffentlichkeit gegangen, denn möglicherweise kommt es am Montag der nächsten Woche zu einer Entscheidung, die Burkhard Jung aus allen beruflichen Veränderungsträumen herausreißen könnte.

Möglicherweise wird das Tauziehen um den Präsidentenposten im OSV zwischen Leipzigs OBM Burkhard Jung und Bautzens Landrat Michael Harig (CDU) beendet. Das aber nicht zugunsten einer der beiden Kandidaten, sondern möglicherweise  zugunsten einer Vertragsverlängerung des Amtsinhabers.

Das es diese Option offensichtlich gibt wird im Verband nicht bestritten. Damit will man den Streit zwischen OB Jung und dem Bautzener Landrat Michael Harig beenden, um weiteren Schaden vom Ostdeutschen Sparkassen verband abzuwenden.

Zudem konnte sich der OSV wohl nicht verbindlich auf einer der beiden Kandidaten einigen „es war keine eindeutige Mehrheit für einen der beiden Kandidaten in Sicht“, so ein führendes Mitglied des OSV.

Keine schöne Situation für Burkhard Jung, denn der hatte sich eigentlich schon aus dem Leipziger Amt verabschiedet. Sollte es nun dazu kommen, dass sich Jungs Kandidatur erübrigt um den Posten des Präsidenten des OSV, dann wird Jung sicherlich in seinem Leipziger Amt verbleiben wollen. Zur nächsten Wiederwahl wird Jung dann aber wohl nicht mehr antreten müssen, denn die Leipziger werden sich an seinen „Eiertanz“ erinnern.

Die Leipziger wollen einen OB der für ihre Stadt lebt, kämpft und arbeitet und keinen Eiertänzer der auf der Suche nach einem neuen besser bezahlten Job ist. Mal schauen wie OB Jung dann seinen Rückzug erklärt. Da wird ihm sicherlich etwas einfallen, dafür ist er dann doch Politiker genug.

Das Jung, sollte er dann erneut zur Wahl in Leipzig antreten, dann auch gewählt wird gilt Stand heute, als unwahrscheinlich.