Start Sachsen Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer will Leipziger Tafel besuchen

Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer will Leipziger Tafel besuchen

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Tafel Leipzig | © Redaktion JS

Prima, auch wenn man sich bewusst sein muss, dass Michael Kretschmer die Leipziger Tafel nur deshalb besucht, weil in Sachsen in diesem Jahr 3 Wahlen anstehen und seine CDU dabei in den Wahlumfragen nicht sonderlich gut aussieht.

Dann erinnert man sich auch sicherlich im Büro des Ministerpräsidenten einmal gerne an die Möglichkeit soziale Einrichtungen zu besuchen. Da kann man dann ja auch mal mit auf Stimmenfang bei den Wählern gehen.

Trotzdem finden wir, das ist eine gute Entscheidung, denn damit bekommt die Leipziger Tafel auch endlich mal eine längst fällige Anerkennung, die ihr die Stadt Leipzig mit SPD Oberbürgermeister Burkhard Jung seit Jahren beharrlich verweigert.

Nein, von der Stadt Leipzig bekommen wir seit Jahren absolut keinerlei Unterstützung, so Tafel Chef Dr. Werner Wehmer in einem Gespräch mit unserem Internetportal. Im Gegenteil „Förderanträge“ des Leipziger Tafel e.V. werden generell „abgebügelt“.

Natürlich braucht uns die Stadt Leipzig immer dann, wenn es um die Versorgung von bedürftigen Menschen mit frischen Lebensmitteln in Leipzig geht. Dann schickt man uns natürlich immer gerne die Menschen direkt vom Amt in unsere Filiale in der Leipziger Jordanstraße.

Natürlich, helfen wir jedem bedürftigen Bürger, der zu uns kommt. Das bedarf absolut keiner Frage, aber wir würden uns eben wünschen, dass auch die Stadt Leipzig einmal erkennt, welche soziale Leistung die Leipziger Tafel jeden Tag erbringt. Hier fehlt nicht nur die Anerkennung sondern auch die finanzielle Unterstützung bei dem einen oder anderen Projekt.

Natürlich, so Tafel Chef Dr. Werner Wehmer, sind wir erfreut und dankbar für  den angekündigten Besuch des sächsischen Ministerpräsidenten in unseren Räumlichkeiten. Vielleicht unterstützt Ministerpräsident Michael Kretschmer den Leipziger Tafel e.V. ja mit einem kleinen Vorwort unsere Spendensammelaktion, die wir in den nächsten Monaten in Leipzig durchführen wollen.

Die Leipziger Tafel braucht Geld, denn die Anzahl der Menschen, die wir jeden Monat unterstützen, die wächst und wächst und wächst auch in einer reichen Stadt wie Leipzig. Mehr als 16.000 Menschen sind es derzeit, die wir gern mit unserer Arbeit und Hilfe unterstützen. Dies erkennt eine Stadtverwaltung Leipzig leider nicht an.

Eigentlich, so Dr. Werner Wehmer, hätten wir auch einmal den Anruf von Martin Dulig erwartet.

Martin Dulig hätte ja dann mal einen Tag bei uns mitarbeiten können, anstatt auf dem Leipziger Flughafen. Die SPD in Sachsen scheint sich aber gerade für die sozial schwachen Menschen dann nicht zu interessieren. Früher waren es einmal die Stammwähler einer SPD.