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Roboter und ihr Führen mit künstlicher Intelligenz

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Roboter sind eine Erscheinung in unserem Leben. Sie greifen mit künstlich erweckter Intelligenz in Lebenskreise ein und entscheiden über unser Leben mit dem Willen Dritter.

Roboter
Roboter | © CC0/pixabay.com

Noch vor einem Jahr konnten wir lesen, dass Roboter die Welt verändern und uns die Arbeitsplätze wegnehmen. Heute verbreiten das noch an dem vermeintlichen Sachverhalt Interessierte im Angesicht steigender Beschäftigungs- und sinkender Arbeitslosenzahlen. Richtig ist, dass die „neuen Kollegen und Konkurrenten“ ihre Aufgaben quantifiziert und qualifiziert erfüllen und einiges „drauf haben“, um Feind und Helfer zu sein (vgl. DIE ZEIT – Titel 2016-12-29).

Diese Vorgaben können wir ignorieren und erwarten, dass unser Leben so bleiben wird, wie es unsere Großeltern erlebt haben. Die Gefährdung brauchen wir als Argument nicht zu verfolgen, denn die dieses Thema verteidigenden sozialdemokratischen Parteien gewinnen immer weniger Wähler. Die Verminderung der Stimmenanteile ist in Ländern mit der stärksten Digitalisierung und dem früher größten Anteil sozialdemokratischer Stammwähler sehr hoch. Skandinavische Länder sind das beste Beispiel dafür; Bayern in Deutschland mit einem Stimmanteil von < 20% bei den Bundestagswahlen ein weiteres.

Selbst in der bezüglich des Abbaus von Arbeitsplätzen problematisch zu bewertenden USA glaubt nur die Hälfte der Arbeitnehmer, dass Automatisierung und künstliche Intelligenz bis 2025 Arbeitsplätze vernichten wird ohne in mindestens gleichem Umfang neue zu schaffen. Die Realität gibt dieser Auffassung Recht: Seit drei Jahrzehnten sind in den USA sieben Millionen Jobs im produzierenden Gewerbe aufgelöst worden, während die Industrieproduktion 2015 ein Höchstvolumen von 1,9 Billionen US-Dollar erreichte (vgl. Buchter, Heike – DIE ZEIT ebda.).

Fast zwei Millionen Industrieroboter sind weltweit im Einsatz. Sie lassen sich meist wie ein iPhone bedienen und brauchen keinen Programmierer. Neue Produktionsroboter wie Baxter arbeiten Hand in Hand mit Menschen zusammen. Dieser Roboter, entworfen von Rethink Robotics, kann verschiedene Gesichtsausdrücke zeigen, was aber für seinen gezielt produktiven Einsatz nichts nützt. Der konzentriert sich ohne Emotionen über Stunden auf das behutsame Verpacken schwergewichtiger Plastikteile. Damit repräsentiert er die erste Gruppe von Robotern, fixiert an Produktionsbändern mit konkreten Aufgaben ohne eigene Begleitungen.

Die nächstmögliche Intelligenzstufe erfüllen Roboter im Haushalt – und scheitern ggf. an drei Kleinkindern. Roboter müssen in diesem Fall nochmals jung werden und ungeplant Veranlasstes verstehen. In ihrer Hauptfunktion als Staubsauger arbeiten diese Roboter zielgerecht und qualifiziert die ihnen gestellten Aufgaben mit 1.800 Einsätzen pro Sekunde ab – solange kein Kind eigene Ideen einbringt und sich einmischt. Werden die Aufgaben des Haushalts zusammengeführt, gibt es Roboter, die neben Staubsaugen für Rasenmähen und Fensterputzen zu ihrem Anschaffungspreis einen einmalig individuell beauftragten (z. B. Fenster-) Putzer ersetzen. Solange die Kinder nicht begeistert danebenstehen, wird der Roboter nicht nervös und befürchtet keine unkonventionellen Eingriffe ungeübter kleiner Hände. Sonst wird er vorsichtig und stellt seine Dienste vorsichtshalber ein.

Die in den letzten Absätzen dargestellten Roboterdienste erfolgen nach analogen Vorgaben von Menschen. Der Serviceroboter wird keine Küchenarbeiten aufnehmen und vorzeitig mit der Gestaltung des Mittagessens beginnen. Die Unterscheidung muss zwischen autonom tätigen Robotern mit Auftragsbegrenzung und solchen mit individueller Entscheidungswelt erfolgen. Für letztere ist der Einsatz von „Künstlicher Intelligenz (KI)“ bzw. in der englischen Welt von „Artificial Intelligence (AI)“ erforderlich. Die relevanten Konstruktionen haben den Menschen als Vorbild und versuchen den digitalisierten Gleichklang. Das Fehlen von Menschen für Aufgaben des täglichen Bedarfs zwingt wirtschaftspolitische Systeme zur Erschaffung von Hilfsmitteln, die von Menschen im Leben akzeptiert werden. Das sind bevorzugt Roboter, die in ihrem Outing dem menschlichen Verhalten ähnlich sein können.

Die Digitalisierung hat analoge Irrwege bewirkt, die aufgedeckt werden. Werden Waren über das Internet bestellt, müssen sie zugestellt werden. „Kluge“ Menschen bestellen bei der Auswahl verschiedener Größen – nicht nur bei Kleidung – in mehreren Größen nach dem Motto: Eines der Stücke wird passen. Der Überschuss wird (fast) kostenfrei zurückgeschickt. Das kann auch ein Regal für´s Wohnzimmer sein – hat jeder ein Metermaß im Haus?

Die Antwort kann Bürger üblicher Provenienz überraschen.                                              Erste Gegenmaßnahme: Auflage des Umweltministeriums an den Lieferanten: Kostenfreie Rücksendung wird untersagt.                                                                            Zweite Gegenmaßnahme: Ein intelligenter Roboter liefert aus, holt den Überschuss ab. Dritte Gegenmaßnahme: Eine Drohne, eher Insekten ähnlich, liefert die Waren nach Landung im Hof des Bestellers aus, holt die Rücksendungen automatisch ab. Service bei Hochhäusern? Der Weg zum Paketshop kann für Menschen eingespart werden. Treppensteigen und Gartentore können von Robotern noch nicht geöffnet werden – aber in einigen Monaten…?

Kein Problem für einen Roboter mit KI /AI, der nie in dem relevanten Hochhaus war!

Bevorzugt in Asien werden bei sinologischer Kultur solche Konstruktionen eher eingesetzt als in der westlichen Welt mit abrahamitischer Kultur. Auf die Vorgaben zum Verhalten im Umfeld dieser beiden Kulturen sei hingewiesen. Die Aktionen eines Briefträgers oder Paketzustellers sind für westliches Verständnis eher nachzuvollziehen als die bereits seit einiger Zeit tätigen Pflege-Roboter in japanischen Krankenhäusern. Welches Einsatz-Limit haben letztere?

Die westliche Welt hat in Kaufhäusern mit nachvollziehbarem Service begonnen. Vorweg sei hervorgehoben, dass der überwiegende Teil mitteleuropäischer Bürger mit konventionellen Vorstellungen glaubt im (falschen?) Film zu sein und sich an das neu gelernte Wort „Fake“ erinnert. Der Roboter als Verkaufsberater (= umsatztragender Verkäufer) hat seine Arbeit im Rahmen von Experimenten begonnen. Heute ist er eine feste Einsatzgröße und ersetzt den    „(mit-)gängigen Kollegen zwischen Hochregalen mit den Waren, die Kunden begehren.

Wenn der Verfasser ihn „Alex“ nennt, kann das Roboterwesen männlich, weiblich oder ein Informationssystem sein, das für aktuell 198 Euro erworben und eingesetzt werden kann. Dabei zur Erinnerung: Alle Technologien, die „Star Trek“ angewandt hat, sind heute Realität – auch Beamen, Ausnahme von Lebewesen inklusive der Spezies Mensch! Alex steht uns bereits in einigen Kaufhäusern zur Verfügung – gleich an der Tür!

„Hallo, mein Name ist Alex – welches Produkt suchst DU? Sprich langsam nach dem BEEP – Beep!“

„Eine elektrische Zahnbürste!“ – „Du suchst nach einer elektrischen Zahnbürste, ist das richtig?“ –

„Ja!“ – „Soll ich DICH dahin bringen?“ – „Ja!“  Es Alex rollt los, bereit zu einem Small Talk:

„Alex, sag mal, wie geht es dir heute?“ – „Na ja, etwas kalt heute! Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich so cool bin.“ – „Wie geht es deiner Familie?“ – „Da bin ich mir jetzt nicht sicher. Lass uns über was anderes reden!“ Alex hat auf dem Weg zu den Zahnbürsten die Ruhe weg.

Wo kommt er her? Von einem fernen Planeten… Die Geschäftsführung des Saturn nennt ihn ein Gentleman – oder ist es ein /e Gentlebot /in und höflich: „Heute fahre ich eher gemütlich. Ich bin ja kein D-Zug.“ Entschuldigt es sich? „Aber da kommt ja Sophia, sie war gestern in einer Talk-Show.“    

Sie sprechen über ihre Eltern, einfache Pflegeroboter vom Typ Care-o-Bot, entwickelt vom Fraunhofer-Institut, später für Senioren im Einsatz!

Ökonomisch bieten Roboter Vorteile: Keine Pausen, keine Krankmeldungen, kein Betriebsrat i. G., keine Arbeitseinschränkungen durch einen nicht existierenden Feierabend! Zielsetzung der Führung vom anderen Planeten: Roboter sollen der wahren Beratung durch Menschen mehr Raum geben. Routinejobs übernehmen die Roboter. Begonnen hat das in einer Stadt in enger Verbindung zum Saturn: Ingolstadt. Alex meldet sich zu Wort: „Hier gibt es viele Sachen.“ Ihm fehlt noch die Ausbildung zum Einzelhandelskauf-Bot. Beim Rabatte aushandelt windet er sich…

Alex wird seinen Verwandten von der schwierigen Spezies Lebewesen berichten – den Menschen. Das wissen seine Verwandten mit autonomer chirurgischer Ausbildung besser. Sie können mit ihrer Kompetenz Ärzte unterstützen und mit Anweisung besser entscheiden, wo sie wie mit Präzision zu schneiden haben. Auch das ist keine neue Erkenntnis mit Zukunft. Das ist Gegenwart, oft schon Vergangenheit. Die Geschwister von Alex werden keinen Menschen verletzen. Einige sind als Pflegeroboter im Einsatz – zum Beispiel Terapio bei Visiten mit den aktuellen Patientendaten. Pardon! Das sind nach heutigem Verständnis Kunden des Krankenhauses bzw. der Ärzte. Terapio und seine Geschwister waren vor einem Jahr noch zu langsam für den Klinikalltag.

Sophia sieht das System und ihre Aufgaben anders. In einer Talk-Show hat sie auf Befragen zu Problemen bestätigt: „I´ll kill human Beings“ (vgl. You-Tube zu Sophia und Hensom Robotics). Auch Sophia hat Geschwister: Professor Einstein ist etwa 30 cm groß; seine Kollegen, die Mikroroboter sind noch kleiner. Sie können sich autonom in Körperflüssigkeiten bewegen, obwohl die Strömungen des Blutes noch zu stark sind. Es reicht aber Zellen zu untersuchen, in diese einzudringen und erkrankte Schleimhäute zu bearbeiten.

Daneben gibt es die Roboter mit Intelligenz und Emotionen. Damit können sie Menschen entgegen aller Beteuerungen gefährlich werden. Ende 2016 hat das ARD virtuelle Figuren handelnd eingebracht – zum Thema: Die Zukunft der Arbeit. Mittlerweile ist ein Jahr vergangen. Werden Robotern Autonomien eingeräumt, können sie eigenständiger lernen. Zum Abschluss stellt sich die Frage nach dem „WIR“. Begreifen sich Menschen als Elemente eines größeren, beseelten Ganzen, zu dem auch Roboter gehören? Roboter hinterfragen im engeren Sinne der Anthropologie, was der Mensch sei. Die Fragen kommen von Kindern des menschlichen Geistes.

Roboter werden die Welt unserer körperlich erzeugten Kinder prägen – und diese die Welt der Roboter, indem sie die besten Fragen stellen werden… und können. Kinder sind eher in der Lage Roboter umzuprogrammieren, auch wenn sie bei falschen Vorgaben im Kreis herumfahren.

Wenn Kinder vom Smartphone über die Lebenshilfe von Constanze Kurz (CCC) zum Roboter wechseln, bleibt ihre auf dem Smartphone basierende Sucht erhalten. Der Unterschied: Roboter können wie Freunde sein und unsere Kinder werden von ihnen und deren Konstrukteuren abhängig werden. Es ist nicht unlogisch, dass Kinder deshalb viel über ihre Helfer von morgen lernen sollten. Und die Leser sollten wissen, dass viele Informationen dieses Beitrags neu erscheinen, aber ein Jahr alt sind. Die Realität ist sehr viel weiter. Auf die erwähnte und ängstigende Sophia sei verwiesen. Sie kann sich schon verbal mit anderen Robotern austauschen und als Konsequenz eigene Entschlüsse ohne menschliche Vorgaben fassen.

 

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  • mit künstlicher Intelligenz
  • SZ-17.46-2