Start Allgemein Rechtsanwalt Daniel Blazek zur Insolvenz der Deutschen Lichtmiete und dem Thema Vertriebshaftung

Rechtsanwalt Daniel Blazek zur Insolvenz der Deutschen Lichtmiete und dem Thema Vertriebshaftung

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Natürlich ist dies dann auch ein ungeschriebenes Gesetz solcher Insolvenzen, dass jeder Anlegerschutzanwalt jetzt mit dem Hinweis auf das Verschulden des Vertriebs versuchen wird, ein Mandat zu bekommen.

Leider sind dann viele Anleger auch geneigt, dem „Bange-Machen-Anwalt“ solch ein Mandatsverhältnis zu erteilen. Zu spät stellen diese Anleger dann leider fest, dass man hier nur gutes Geld schlechtem Geld hinterhergeworfen hat. Eine weitere traurige Erfahrung.

Rechtsanwalt Daniel Blazek von der Kanzlei BEMK vertritt seit fast 15 Jahren immer wieder Vertriebsmitarbeiter, die natürlich von möglichen kriminellen Machenschaften nichts gewusst haben. Ist doch ganz klar, dass ein Emittent, der „kriminell handelt“, dann dies seinem Vertrieb eben nicht erzählt.

Würde er das tun, dann würde doch kein Vertriebler das Produkt seinen Kunden anbieten. Nun sollten sich betroffene Vertriebsmitarbeiter natürlich auch einen Rechtsrat einholen, um für den Zeitpunkt gerüstet zu sein, wenn ein erstes Schreiben eines Rechtsanwaltes eingeht, das die Frage nach der Beraterhaftung stellt.

Ich, so Daniel Blazek, sehe es hier als schwierig an, einen Vertriebspartner in die Haftung zu bekommen, zumal es hier ja auch BaFin gestattete Prospekte gab und auch ganz klar, bei dem Sachwertinvestment gab es die Leuchten natürlich auch.

Sollte sich nun im Insolvenzverfahren herausstellen, dass es diese Sachwerte nicht geben sollte bzw. wesentlich weniger als verkauft wurden, dann wird auch das nicht zur Haftung des Vertriebs führen, denn auch dies wird der Vertrieb sicherlich nicht gewusst haben.

Nun schauen wir mal, was sich da in den nächsten Tagen so tun wird, wie diebewertung.de schon richtig geschrieben hat, wir stehen am Anfang des Verfahrens.

https://www.rae-bemk.de/