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Gibt es nachdem Piccor AG Skandal bald eine Frequenta Beteiligungs AG Diskussion?

Eigentlich hat diese Diskussion schon angefangen, denn das Unternehmen Frequenta Beteiligungs AG- und Firmen aus seinem Umfeld- waren auch/sind auch Anleger bei der Piccor AG mit Sitz in Baar in der Schweiz. Um wie viel Geld es hier genau geht kann man nicht sagen, aber aus dem Umfeld der Vermittler hört man dort eine mögliche Summe von über 20 Millionen Euro die im Feuer liegen sollen.

Geld verdienen mit Immobilien

Geld verdienen mit Immobilien | © CC0/pixabay.com

Nach Recherchen von der Verbraucher- Informations-Plattform diebewertung.de aus Leipzig hat das Unternehmen Piccor AG aus Baar in der Schweiz völlig ohne jegliche Genehmigung der Schweizer Finanzaufsichtsbehörden seinen Geschäftsbetrieb abgewickelt. Dabei soll es sich um eine aktive Vermögensverwaltung gehandelt haben.

Man hat Geld nicht nur verwaltet, sondern man hat dieses Geld von Anlegern angenommen um damit Geschäfte zu machen. Geschäfte die nach Meinung vieler Juristen in Deutschland und der Schweiz möglicherweise einer Genehmigung der Schweizer Finanzmarktaufsicht bedurft hätte. Diese lag nicht vor und liegt auch heute aktuell nicht vor.

Was man auf der Internetseite der Schweizer Finanzmarktaufsicht recherchieren kann ist, das es seit Januar 2017 einen Warnhinweis der Finanzmarktaufsicht der Schweiz gibt zum Unternehmen Piccor AG aus der Schweiz.

Alleine dieser Tatbestand, so ein Fachanwalt aus dem Bank und Kapitalmarktrecht hätte für Vermittler nicht nur ein Warnzeichen sein müssen, sondern sie hätten die Vermittlung des Produktes so lange einstellen müssen, bis der Warnhinweis auf der Seite der Schweizer Finanzmarktaufsicht nicht mehr vorhanden gewesen wäre.

Das Geschäft lief wohl zu gut, als wie auf diese Einnahmen verzichten zu können, also betrieb man auch den aktiven Verkauf des Investments weiter. Eine Umstand der dann sicherlich noch zu der einen oder anderen Haftungsklage  gegenüber Vermittlern von Anlegeranwälten führen wird.  Es dürfte dann schwer sein, einem Richter zu erklären, warum man den Vertrieb fortgeführt und nicht sofort eingestellt hat.

Der Vertrieb dürfte dann sicherlich der Bestandteil des „Systems PICAM/Piccor“ sein, der die haftungsrechtlichen Auswirkungen dieses Skandals am schnellsten und heftigsten zu spüren bekommen wird.

Nach Recherchen von diebewertung.de aus Leipzig hat nicht nur das Unternehmen Frequenta Beteiligungs AG von Anlegern eingesammelt um unter anderem in eine „Schweizer Vermögensverwaltung“ zu investieren, sondern auch Firmen aus dem Umfeld des Unternehmens.

Firmen die man Ingo P. aus Marwitz und seiner Familie zuordnen kann. Ingo P. stellt sich uns derzeit als die wichtigste Person in dem gesamten Firmenkonstrukt Frequenta Beteiligungs AG dar. Ja Ingo P. beantwortet sogar Fragen die man eigentlich an die GF bzw. den Vorstand einer Gesellschaft gestellt hat, nicht aber an ihn persönlich. Ingo P., auch das sollte man hier anmerken, ist aber auch die Person die sich nach bekannt werden des möglichen Anlageskandals, nach unseren Recherchen direkt an eine kompetente Anlegerschutz  Kanzlei gewendet hat.

Ob dies aus reiner Besorgnis um die möglicherweise im Feuer liegenden Anlegergelder geschah, oder aber auch um sich selber aus der Schusslinie zu nehmen, das wissen wir nicht. Natürlich liegt der Verdacht aber dann doch Nahe, denn Ingo P. wird sich möglicherweise gedacht haben „wem ich helfe der verklagt mich nicht“. Eine durchaus nachvollziehbare Einschätzung.

Aber das wird nicht aufgehen, denn die Anlegerschutzanwälte müssen natürlich auch überprüfen, ob der jeweilige Finanzberater dann wirklich eine sachgerechte und fachgerechte Beratung durchgeführt hat. Ich gehe davon aus, das die Kanzlei Witt aus Heidelberg Herrn P. als Vermittler hier nicht schützen wird, sondern den Anlegern natürlich ganz klar sagt, oder das für die Anleger sogar übernimmt, wir müssen auch einmal den Beratungsprozess des Vermittlers überprüfen, möglicherweise haben sie dort Ansprüche aus dem Anspruch einer Beraterhaftung.

Wir werden uns bekannte Anleger auf dieses Thema dann einmal ansprechen.

Was man sich sicherlich auch einmal genauer anschauen muss, ist die Investitionstätigkeit der Frequenta Beteiligungs AG. Hier hat es den Anschein das die Familie P. in allen Unternehmen in denen man beteiligt ist, in irgendeiner Form dann eine Rolle spielt bzw. auch gespielt hat. Geld verdient worden ist mit diesen Investments, so hat es den Anschein auf Grundlage der im Unternehmensregister hinterlegten Bilanzen, kaum. Vielleicht muss man auch hier einmal die Justiz bitten sich das genauer anzuschauen.

Veröffentlichungsdatum: Samstag, 03.02.2018
Verantwortlicher Autor: Red. LG

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Anleger geprellt?

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