Start Allgemein Norbert Ketterer kommt mit „Plattenbauten für Leipzig“ im Gepäck? Das DDR Revival?

Norbert Ketterer kommt mit „Plattenbauten für Leipzig“ im Gepäck? Das DDR Revival?

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Vor einigen Tagen, so Thomas Bremer vom Internetportal diebewertung.de aus Leipzig, hatten wir ausführlich über ein neues Unternehmen von „Geldverleiher“ Norbert Ketterer berichtet, dem Unternehmen Nokera AG.

Nun macht dieses Unternehmen dann auch für uns Sinn, denn Norbert Ketterer beteiligt sich an einem Projekt der Wiener Imfarr in Leipzig, dem Eutritzscher Freiladebahnhof. Ob die Stadt da einen guten Partner bekommt? Daran, so Thomas Bremer, haben wir dann doch starke Zweifel.

Nun, wir kennen Norbert Ketterer seit dem Jahre 1995 und wir haben schon viel kritisch über Ihn berichtet in der Vergangenheit. Respekt haben wir vor dem, was Norbert Ketterer in seinem Leben erreicht hat, aber man muss auch dann immer einmal die Frage stellen, „auf wessen Kosten?“, denn jeder von uns weiß, „Geld vermehrt sich nicht, es wird nur umverteilt“.

Wir kennen Norbert Ketterer noch aus einer Zeit als Immobilienverkäufer bei der JUS AG in der Leipziger Christianstraße. Damals war Michael Haupt der Chef der JUS AG. JUS stand dabei für Jürgen Utz Schneider.

Die JUS AG war übrigens eine Gesellschaft aus dem Geflecht des Milliardenpleitiers Dr. Jürgen Schneider. Unseres Wissens nach war Michael Haupt damals Mitarbeiter innerhalb der Dr. Jürgen Schneider Gruppe und hat die Gesellschaft dann weitergeführt.

Die Wege von Norbert Ketterer und Michael Haupt haben sich dann immer wieder gekreuzt. Hier unter anderem bei der ISARIA Wohnbau. Diese war einstmals aus dem Betrugsunternehmen JK Wohnbau hervorgegangen.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/prozess-gegen-kastenberger-bauunternehmer-erneut-vor-gericht-1.2053154

Ketterer war zum damaligen Zeitpunkt hochinvestiert in diese Gesellschaft, hatte dann natürlich ein großes Interesse, dass die Gesellschaft erfolgreich weitergeführt wird. Das ist Michael Haupt dann auch gelungen.

Ketterer gilt in der Immobilienbranche aber auch als „teurer Geldverleiher“. Die Rede ist hier von 20 % Zinsen pro Jahr und mehr, die Ketterer möglicherweise von Investoren verlangen soll, wenn er in ein Projekt einsteigen soll. Ketterer selber hält sich dazu bedeckt.

Nun also steigt Norbert Ketterer bei einem der wichtigsten Immobilienprojekte in Leipzig ein, dem Eutritzscher Freiladebahnhof. Einem Projekt, das seit Jahren nicht aus den Schlagzeilen kommt.

Mit Norbert Ketterer ist das Projekt nun erneut in den Schlagzeilen. Erst vor kurzem hatte Norbert Ketterer sich an einem Betonfertigteilunternehmen beteiligt. Schon damals gab es Gerüchte in der Immobilienbranche, dass Ketterer in Leipzig vorhabe, „Plattenbauten zu errichten“. Nun könnte sich das Gerücht also bestätigen.

Hier unser damaliger Artikel dazu. https://www.diebewertung.de/nokera-ag-eine-neue-gesellschaft-des-dubiosen-geldverleihers-norbert-ketterer/

Wir halten Norbert Ketterer nicht für einen guten Investor für das Vorhaben, was die Stadt Leipzig hier eigentlich braucht, preiswerten Wohnraum. Ketterer ist ein profitorientierter Immobilieninvestor, der da Gewinne machen will, völlig legitim aber eben nicht der richtige Investor für die heutige Zeit und dieses Vorhaben.

Die Stadt wird hier „hart an der Sache dranbleiben müssen“, dass dann in der Vergangenheit gemachte Zusagen nicht verwässert bzw. nicht eingehalten werden. Da muss die Stadt Leipzig dann bitte auch sehr konsequent bleiben.

Wir hätten uns gefreut, wenn der Kelch „Norbert Ketterer“ an der Stadt Leipzig vorbeigegangen wäre, man hier zum Beispiel Leipziger Wohnungsbaugenossenschaften mit ins Boot genommen hätte. Unternehmen, die dem Gemeinwohl dann eher verpflichtet sind und nicht nur der Gewinnmaximierung.

Vielleicht schafft es Norbert Ketterer aber auch, uns vom Gegenteil zu überzeugen, wir sind gespannt.