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KFM Deutsche Mittelstands AG / Deutscher Mittelstands Anleihenfonds – das Spiel mit dem Totalverlustrisiko?

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Besser kennt man das Unternehmen natürlich mit dem Schlagwort „Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds“. Ein Fonds, wie der Name schon sagt, der dann Mittelstandsanleihen seiner eingeworbenen Anlegergelder investiert.

Anleihen sind für uns nahezu immer mit dem Risiko eines Totalverlustes, für jeden Anleger der dort sein Geld investieren will, verbunden.

Dabei ist es aus unserer Sicht völlig egal, in welche Ziel-Investments die Anleihen Emittenten dann das eingeworbene Kapital investieren.

Oft dient das über Anleihen eingeworbene Kapital nur als „Finanzierungshebel“.

Hier zum Beispiel beim Thema „Immobilien“. Hier nutzen Anleihe Emittenten dann möglicherweise, das so eingeworbene Kapital, um das erforderliche Eigenkapital für eine angedachte Bankfinanzierung zu bekommen. Dafür will die Bank dann natürlich eine Sicherheit an Erster Rangstelle im Grundbuch haben. Anleger könnten dann, wenn überhaupt, eine nachrangige Sicherheit im Grundbuch bekommen.

Ist dem so, dann bedient sich natürlich die Bank als erstes an Geldern, die dann möglicherweise bei Verkauf der Immobilien generiert werden. Ob dann noch etwas für die Anleihegläubiger übrig bleibt, wird man immer im Einzelfall dann möglicherweise sehen müssen.

Anders ist es, wenn das Unternehmen, welches Anleihegelder einwirbt, keine Bankfinanzierung für den Erwerb der Immobilien dann in Anspruch nehmen würde. Hier könnte man sogar sagen „ein Totalverlustrisiko ist nicht vorhanden“ .

Aber mal ehrlich, in wie vielen Fällen ist das so? Genau das sollte aus unserer Sicht einmal bei den Investments des Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds genauer definiert werden.

Hier sollte der Anleger, der in den genannten Fonds investiert, wissen, auf welches Risiko er sich mit seinem Investment dann einlässt; gerade wenn es um das Thema „Immobilien“ geht, wie bei so manchem Investment des Deutschen Mittelstands Anleihenfonds.

Zu jedem Unternehmen hat der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds eine Kurz-darstellung zu dem einzelnen Unternehmen, in dessen Anleihen man investiert hat.

Hier sollte man bitte ergänzen, wofür/worin das Unternehmen die eingeworbenen Anlegergelder dann investiert. Nutzt es die Gelder als „Hebel als Eigenkapitalersatz“ oder erfolgt der Einsatz der eingeworbenen Gelder vollständig zur Finanzierung des Investments ohne jegliche Bankfinanzierung?

Dieser Hinweis wäre aus unserer Sicht, so Thomas Bremer vom Internetportal diebewertung.de aus Leipzig, eine gute Entscheidungshilfe für interessierte Anleger.

Wer über den Deutschen Mittelstands Anleihenfonds redet, der muss aber auch über die KFM Deutscher Mittelstands AG reden.

Schaut man sich diese Unternehmenskonstellation einmal näher an, dann stellen sich für uns auch Fragen. Geführt wird das Unternehmen von Hans Jürgen Friedrich als Vorstand. Jenem Hans Jürgen Friedrich, den wir auch mit dem Unternehmen Cautega UG in Verbindung bringen.

Cautegauggruendung

Ein Unternehmen, welches seit 2016 keinerlei Bilanz mehr im Unternehmensregister hinterlegt hat, sich hier also den gesetzlichen Vorschriften, bezogen auf die Veröffentlichungen von Bilanzen, entzieht. Warum? Das wissen wir leider nicht.

Screenshotuebersichtbilanzenhinterlegtcautega

Angeschaut haben wir uns dann auch die KFM Deutsche Mittelstand Vertriebs GmbH. Hier zumindest gibt es eine aktuelle Bilanz aus dem Jahre 2018, wenn auch eine „kleine Bilanz“, was das wirtschaftliche Ergebnis betrifft.

KFM Deutsche Mittelstand Vertriebs GmbHbilanz

Natürlich schaut man dann auch einmal auf das Hauptunternehmen, die in der Überschrift bereits benannte KFM Deutsche Mittelstands AG aus Düsseldorf. Auch hier gibt es eine aktuelle Bilanz aus dem Jahre 2018.

KFM Deutsche Mittelstand AGbilanz2018urg

Weiter geht es mit einer AFM UG, die wir auch Herrn Friedrichs zuordnen.

FireShot Screen Capture #327 – ‚Unternehmensregister‘ – www_unternehmensregister_de

Auch hier fehlt ganz klar die Bilanz aus dem Jahre 2018. Diese wurde noch nicht hinterlegt. Vielleicht holt man das ja nach Kenntnis dieses Artikels kurzfristig nach.

Warum wir uns überhaupt mit diesem Unternehmen beschäftigen? Nun, es geht uns hier um das Investment in die Anleihe/n der FCR Immobilien AG aus München. Jenes Unternehmen, welches wir seit Jahren kritisch sehen.

Kritisch nicht nur wegen des Initiators des Unternehmens, sondern vor allem wegen dessen Anlagepolitik im Bereich der Immobilien. Hier wird aus unserer immobilienwirtschaftlichen Sicht in nicht nachhaltige Standorte investiert. Standorte, die möglicherweise „billig zu haben sind“, aber sich dann möglicherweise irgendwann zu Sorgenimmobilien entwickeln werden.

Dazu hatten wir dem Unternehmen in den letzten Tagen interessante Unterlagen zur Verfügung gestellt, bis zum heutigen Tage darauf aber keinerlei Reaktion bekommen. Nun, auch das kann sich ja möglicherweise verändern.