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Karstadt Leipzig und kein Ende

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MichaelGaida / Pixabay

Kein Ende der Berichterstattung in der Leipziger Volkszeitung. Irgendwie hat man das Gefühl, die haben von der Information her schon ein „Sommerloch“. Gleiches gilt dann auch für die BILD Zeitung.

Dabei ist Karstadt Leipzig schon Geschichte, denn das Kaufhaus ist mittlerweile geschlossen. Derzeit nutzt der Altmieter des Objektes wohl die Zeit bis zum endgültigen Ablauf des Mietvertrages, um das Objekt für die Rückgabe an den Eigentümer der Immobilie vorzubereiten, um das Objekt dann vertragsgemäß zu übergeben.

Natürlich ist das ein trauriges Kapitel Leipziger Handelsgeschichte der Nachwendezeit, aber es ist nun mal auch Tatsache, dass sich das Kaufhauskonzept mittlerweile völlig überholt hat, denn die Einkaufsgewohnheiten der Bürger haben sich drastisch verändert. Homeshopping ist der Trend. In Ruhe die Produkte aussuchen, bestellen und bequem nach Hause liefern lassen.

Immer weniger haben Interesse sich in die überfüllten Innenstädte auf die Suche nach einem Parkplatz zu begeben, dann mit schweren Tüten durch die Stadt zu laufen, um dann am Abend ermüdet nach Hause zu kommen.

Das kann man dann eben heute alles einfacher und bequemer bekommen. Karstadt Leipzig ist auch nicht das Opfer eines nimmersatten Miethais geworden, sondern Opfer der eigenen neuen Firmenpolitik. Karstadt gehört zur Deutschen Warenhaus AG und auch das Unternehmen Kaufhof AG gehört dazu. Nun hat diese Deutsche Warenhaus AG in Leipzig 2 Standorte die gerade einmal 50 m auseinanderliegen.

Nur allzu logisch, dass man dann ganz froh darüber war bei der Deutschen Warenhaus AG, das der Eigentümer der Karstadt Immobilie in Leipzig eine satte Mieterhöhung haben wollte, wenn der Mietvertrag verlängert werden soll.

Da kam dann wohl die Karstadt Marketingabteilung ins Gespräch, die genau diese „satte Mieterhöhungsforderung“ nun dafür nutzte, um in öffentlichen Statements das Opfer zu spielen, nicht den Täter der 600 Jobs vernichtet. Heute wissen wir, das Karstadt von Beginn an in Leipzig ein mieses Spiel gespielt hat in der Mietvertragsauseinandersetzung.

Nun ist Karstadt Leipzig geschlossen und über 600 Mitarbeiter sind auf der Suche nach einem neuen Job, und nun beginnt auch eine ungewisse Zeit für die Geschäftsinhaber, die mit ihren kleinen Fachgeschäften rund um Karstadt Leipzig ihren Standort haben. Ihnen fehlt jetzt erst einmal der Frequenzbringer für ihre Geschäfte. So mancher wird es jetzt schwer haben, seinen Standort zu halten.

Nun wird es wohl 1 Jahr dauern, das alte Karstadt Gebäude funktional so umzubauen, dass man es in neuer Form dann wiedereröffnen kann. Ein Kaufhaus wie Karstadt wird es nicht mehr werden, eher wohl ein Shopping Center mit ergänzenden Nutzungen wie Büro und Gastronomie