Start Gesellschaft Karstadt Leipzig – Endlich hat man verstanden, das man nur verarscht wurde!

Karstadt Leipzig – Endlich hat man verstanden, das man nur verarscht wurde!

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Karstadt Leipzig
Karstadt Leipzig | © CC0/pixabay.com

Das war unsere Meinung von Anfang an, so Thomas Bremer vom Internetportal www.diebewertung.de aus Leipzig. Karstadt hat hier den Leipziger Oberbürgermeister, die Gewerkschaft, die Bürger und die Belegschaft am „Nasenring durch die Manege gezogen“ .

Das über einige Monate. Für Karstadt Leipzig war die angekündigte Mieterhöhung um 68% der willkommene Anlass als das „arme Opfer eines gierigen Miethaies der den Hals nicht voll bekommt“ da zu stehen. Schon damals liefen jedoch im Hintergrund die Bemühungen aus Karstadt und Kaufhof ein gemeinsames Unternehmen zu formen, damit wäre dann eben ein Standort in Leipzig einfach überflüssig gewesen.

Was wäre das für ein Aufschrei in der Bevölkerung, bei der Gewerkschaft und in der Politik gewesen, wenn Karstadt die Schließung des Standortes in Leipzig selber angekündigt Hätte? Da hätte man dann über lange Zeit als „Böser Bube und Arbeitsplatzvernichter“ in der Öffentlichkeit da gestanden. Da hatte man dann mit der Mieterhöhung den perfekten „bösen Buben“. Mit viel Unterstützung der Leipziger Volkszeitung wurde hier ein Szenario aufgebaut das Karstadt Leipzig nicht  als Sündenbock hat dastehen lassen sondern als Opfer.

Nun ist wohl auch die Leipziger Volkszeitung „etwas schlauer geworden“, bemerkt nun in einem neuen Artikel eben auch, das Karstadt nicht unbedingt das Opfer war was man Bedauern muss. Auch die Leipziger Volkszeitung muss sich dann einmal vorhalten lassen, hier die Konstellation und Hintergründe nicht gut recherchiert bzw. erkannt zu haben.

Karstadt Leipzig hat man damit kostenlos geholfen, den Mitarbeitern einen Bärendienst erwiesen. Auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung sollte das eine Lehre sein, sich aus solchen Dingen herauszuhalten, denn mit seinem Engagement hat auch er Karstadt zum Opfer gemacht, und den Vermieter zum Täter als nimmersatten Miethaies.

Da hat Herr Oberbürgermeister Burkhard Jung wohl schlechte Berater gehabt. Nun darf man gespannt sein, was dann mit dem „alten Karstadt“ passiert. Wer wird hier mit welchem Sortiment dann im nächsten Jahr einziehen. Wesentlich wichtiger sit aber, das die Mitarbeiter die jetzt bei Karstadt ihren Job verlieren, wieder eine neue langfristige Beschäftigung finden. Was ich mir allerdings überlegen würde, ob Verdi noch ein guter Interessenvertreter ist. Eine Gewerkschaft die sich so an der Nase herumführen lässt hat das Vertrauen der Arbeitnehmer dann auch nicht verdient.