Start Anlegerschutz Es geht um Grundsätzliches

Es geht um Grundsätzliches

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Justitia
Justitia | © CC0/pixabay.com

Gestern begann vor dem Landgericht Hof erneut ein Prozess gegen Michael Turgut. Michael Turgut war von einer anderen Kammer des Hofer Landgerichtes vor einem Jahr zu einer Haftstrafe von über 4 Jahren verurteilt worden. Noch im Gerichtssaal hatte Michael Turgut über seine Rechtsanwälte damals Revision beim BGH  einlegen lassen. Über diese Revision ist bis zum heutigen Tage nicht entschieden von Seiten des BGH. Im jetzigen Prozess geht es allerdings nicht nur um Michael Turgut, sondern es geht um das Beratungssystem das Michael Turgut durchgeführt hat mit seinen Beratern.

Die Staatsanwaltschaft in Hof will nachweisen, glaubt nachweisen zu können, das das gesamte Konzept, der von Michael Turgut und seinen Beratern vertriebenen Produktes, nur darauf ausgelegt war, den Anlegern ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Nach Meinung der Staatsanwaltschaft hatten die Anleger keine Chance überhaupt Geld zu verdienen. Die Staatsanwaltschaft Hof wirft Michael Hof dadurch „schweren Betrug“ vor. Gestern wurde die Anklageschrift verlesen, diese umfasste nicht einmal 20 Seiten. Nun geht das Gericht in die Beweisaufnahme, heißt eine Vernehmung von über 100 Zeugen soll durchgeführt werden.

Insgesamt sind derzeit von der Kammer des Hofer Landgerichtes 21 Verhandlungstage angesetzt um Klarheit pro oder gegen Michael Turgut in das Verfahren zu bringen. Ob die geladenen Zeugen dann auch gerichtsverwertbare Aussagen machen werden, das wird man sehen müssen, denn die Vorfälle um die es geht sind in Einzelfällen schon fast 10 Jahre her. Sich da noch an Einzelheiten erinnern zu können, wie der Beratungsprozess abgelaufen ist, das dann möglicherweise noch zu Beeiden, da werden dann sicherlich viele Zeugen vor zurückschrecken. Genau das könnte dann auch die Chance von Michael Turgut, und seinem Verteidiger Marc Langrock aus Hamburg, sein mit „heiler Haut“ aus diesem Prozess herauszukommen. Solche Produkte gibt es heute auf dem Markt nicht mehr. Hier wird mehr reguliert, an den Gesamtkosten hat sich aber bei vielen Fonds nichts verändert. Knapp an die 15% sind dann auch heute nicht ungewöhnlich. Wir sagen seit Jahren „Finger weg“ von geschlossenen Fonds.