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Grauer Handel zugunsten des Verkaufs von iPhones

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Iphone gedrosselt
Iphone gedrosselt | © CC0/pixabay.com

Im Streit um gedrosselte Leistung hat Apple die Preise für den Batteriewechsel ermäßigt. Aufmerksame Leser dieser „günstigen“ Mitteilung sehen darin eine Reaktion von Apple.

Es ist kein Geheimnis, dass die Geschwindigkeit einer Kommunikation leidet, wenn einem Gerät die Kraft zur Weiterführung fehlt. Bei Apple wurden – nach eigenen Angaben – die Leistungen vermindert, um schlechte Batterieleistungen auszugleichen. Kunden wurden davon nicht informiert. Apple hat diese Batterien verbilligt. Ein Schelm, wer dahinter einen wirtschaftlichen Grund in eigener Sache vermutet! Apple ist in Kalifornien als Unternehmen für die Postulierung sozialer Ideen bekannt – wenn sie eigenen Vorteilen dienen. Batterien brachten gute Unternehmensumsätze, nun aber sinkende Börsenkurse von 2,5 Prozent!

Der aktuelle Vorwurf: Apple soll iPhone-Software manipuliert haben und bittet seine Kunden um Entschuldigung dafür, dass die Leistung von iPhones mit alter Batterie nachweisbar langsamer ist. Dafür relevante Ersatz-Akkus sollen in 2018 billiger werden. true

Nachdem sich die   Aufregung um die gedrosselte Leistung von iPhones mit abgenutzten Batterien eskaliert hat, folgte die Entschuldigung von Apple bei den Nutzern.  Der Akku-Wechsel wird erheblich günstiger. Die Führung von Apple lässt den Eindruck der Läuterung aufkommen. Nutzer fühlen sich von Apple getäuscht.

Die Behauptungen lassen Geschicklichkeit erkennen: Nie sollte etwas unternommen worden sein, um die Lebensdauer eines Apple-Produkts gezielt zu verkürzen. In der Folge kündigte Apple Preisnachlässe für einige Bauarten von Ersatz-Akkus an. Dieses Angebot war mit einem Update für das Betriebssystem iOS kombiniert. Nun mehr Informationen über den Zustand des Akkus verfügbar gemacht (PR Apple – 2017-12-20). In den Vereinigten Staaten verbilligt sich dadurch ein Batteriewechsel außerhalb der Garantiezeit beim iPhone 6. Spätere Modellen sollen bis Ende 2018 umgerechnete statt etwa 66 nur etwa 24 Euro kosten. Die für Europa relevanten Euro-Preise wurden zunächst nicht genannt.

Messwerte haben gezeigt, dass bei iPhones mit alter Batterie die Spitzenleistung des Prozessors gedrosselt war. Es flammte eine Kontroverse auf, da nach einem Batteriewechsel die Leistung auf normales Niveau zurückkehrte. Die Software des iPhones verlangsamte die Apple-Mobiltelefone bei bestimmten Akku-Problemen. Als Begründung wurde die Stromversorgung genannt. Diese sei bei älteren Akkus wechselhaft, wodurch das Gerät beschädigt werden könnte. Die verlangsamten iPhones haben in den Vereinigten Staaten zu Klagen gegen Apple geführt. Kunden in Frankreich haben Beschwerde gegen Apple eingereicht. Dort ist die absichtliche Verkürzung der Lebenszeit eines Produkts als „geplante Obsoleszenz“ strafbar.

Apple begründet sein Verhalten damit, dass Batterien weniger kosten als ein neues iPhone. Diese Aussage irritiert nicht nur die Kunden. Gerichte werden darüber verkünden müssen.

Der Hintergrund für diese „aufopfernde“ Aktion kann das neue Geschäftsmodell von Apple für das iPhone X sein. Hardcore-Fans campten acht Tage vor den Apple Stores. In Deutschland kostet das iPhone X mit Gesichtserkennung mindestens 1149 Euro.

Für viele Fans ist dieser Preis kein Grund, um auf die neue Version des Smartphones zu verzichten. Sie übernachteten Tage vor dem Verkaufsstart vor den Apple Läden. Das Flaggschiff zeigt in den Tests, was es kann. Zunächst mal den Umsatz von Apple erhöhen! Im Aktienkurs gibt es kritische Bewegungen – nach unten! Diese gilt es umzudrehen.

Dazu steht an zu testen, was die herausragenden Leistungen dieses Smartphones sind:  Für sein Jubiläums-Smartphone hat sich Apple ein paar Besonderheiten einfallen lassen. So ist beim iPhone X der Home-Button zugunsten eines Displays verschwunden. Das ist von Samsung Galaxy S8 und LG G6 bekannt. Gesichtserkennung mit Animojis ist ein Highlight, das mit Face ID zu entrigeln ist. Mängel gibt es auch – noch? Animojis für das iPhone X zeigt, wie die bewegten Apple-Emojis aussehen (Skoruppa, Patrick et al. / Computer-Bild 2017-12-29). Die virtuellen Produkte, Emojis, werden von den Nutzern mit ihren Gesichtsbewegungen gesteuert. Wie sicher ist Face ID?

Nach Produkt – Vorstellung der Face ID wurde die Sicherheit der Gesichtserkennung hinterfragt:

Wie leicht ist sie zu knacken?  Wie ist die Wahrscheinlichkeit, dass Fremde den Fingerabdrucksensor austricksen? Das Risiko soll bei Face ID laut Apple mit eins zu einer Million zu beziffern sein. Dennoch besteht die Sorge, dass die Daten zur Gesichtsidentifikation aus dem iPhone staatlichen Stellen oder Kriminellen in die Hände fallen könnten. Die Sicherung der Identifikationsdaten soll im Bereich des iPhones und nicht in der Cloud fixiert sein.

Bedenklich ist der niedrige Absatz des iPhone X. Damit belastet Apple seine Bewertung auf den amerikanischen Börsen. Es bleibt abzuwarten, ob eine Umkehr des Kurses zeitnah möglich ist oder das Zusammenspiel mit Batterien und deren Lebensdauer Früchte bringt.