Start Allgemein Da will ein Anderer an die Fleischtöpfe

Da will ein Anderer an die Fleischtöpfe

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geralt / Pixabay

Das geht natürlich gar nicht, wird sich der Vorstand von Volkswagen und die IG Metall gedacht haben. Da muss man natürlich gemeinsam etwas tun, um das zu verhindern. Nun, gesagt getan, anders kann man das Interview zum Thema AfD in den Betriebsräte usw. nicht erklären.

Erinnert man sich zurück, dann hatte man eine ähnliche Diskussion am Beginn der 80-er Jahre als ÖKO’s aufkamen in den alten Bundesländern. Auch hier wurde mit den übelsten  Argumenten versucht zu verhindern, dass diese Partei/Gruppierung irgendwo mehr politischen Einfluss bekommen sollte.

Da fühlt man sich derzeit bei der Diskussion rund um die AfD erinnert, wobei es ja nach der Wende dann auch eine riesige Diskussion rund um die PDS/heute DieLinke gab. Genutzt hat es den etablierten Parteien nichts, denn die Partei DieLinke trägt ja heute bereits Regierungsverantwortung oder auch Regierungsmitverantwortung.

Ist Deutschland deshalb untergegangen? Nun, diese Frage kann sich jeder selber beantworten. Deutschland wird auch mit einer AfD nicht untergehen. Im Gegenteil, die anderen Partein sind doch herausgefordert, endlich mal eine bessere Politik für die Bürger und Bürgerinnen dieses Landes zu machen. Wären die Bürger nicht so unzufrieden mit der Politik, dann würde es die AfD in dieser Stärke doch garnicht geben.

Wir haben hier doch dann eine Partei, die durch die „Verarschung der Bürger“ in vielen Bereichen letztlich überhaupt erst so stark werden konnte. Müsste die AfD heute Realpolitik machen, sie wäre schnell entzaubert, da bin ich mir absolut sicher. Grundsätzlich „gegen Alles zu sein“, ist keine Politik, maximal eine politische Haltung, die aber ein Land nicht voran bringt.

Die Dreistigkeit ist aber, das jemand aus dem Vorstand von Volkswagen, hier derartig sein Maul aufreißt. Jenes Unternehmen, das als eines der größten Bürgerbescheißer in die Geschichte der Bundesrepublik eingehen wird.

Auch die Unzufriedenheit der Bürger in der politischen Abarbeitung/Aufarbeitung des Dieselskandals hat doch auch zu viel Bürgerfrust geführt. Da hat der Bürger doch ganz klar den Eindruck bekommen, „die können machen was sie wollen, und sich dann freikaufen“ mit ein paar Euro. Mit Verlaub 1 Milliarde Euro ist für Volkswagen „Portokasse“, wenn man das mal im Vergleich zu den Strafen in den USA sieht, wo aber dazu noch wesentlich weniger Kunden betroffen waren.

Unternehmen sollten sich aus der Politik heraushalten und nicht versuchen Stimmung gegen die eine oder andere Partei zu machen. Der Bürger will nicht bevormundet werden, er ist selber schlau genug zu wissen, was er tut.