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Facto Financial Services AG: Sind wieder die Vermittler die Dummen?

Kein Schlüssel zum Erfolg? / Pixabay

Keine Frage, sollten sich die am Wochenende aufgetauchten Gerüchte rund um das Unternehmen Facto Financial Services AG aus München am heutigen Tage bestätigen, dann ist das sicherlich eine berechtigte Frage die man stellen darf. Natürlich waren auch hier Vermittler wieder einmal „Blauäugig“, dachten das „Ei des Kolumbus ohne Haftung“ für sich gefunden zu haben. Endlich mal ein Produkt gefunden zu haben wo man dem Kunden Geld bringt, und nicht holen will.

Es schien solch ein tolles Produkt zu sein. Herumgesprochen hatte sich das dann in der Branche auch schnell, vor allem unter den Versicherungsvermittlern die oft allzu gerne bereit waren auch ihre Bestände an Lebensversicherungsverträgen zu durchforsten, um herauszufinden ob es Verträge gab, die in das Suchraster passten. Es ging um Altverträge deren Widerrufsbelehrung falsch war, wodurch der Kunde dann ein „ewiges Widerspruchrecht“ hatte. Genau das hatte sich das Unternehmen Facto Financial Services AG dann zum Geschäftsmodel gemacht.

Es soll, so besagen Gerüchte, sogar Vermittler gegeben haben, die eine Rechtsschutzversicherung beim Kunden abgeschlossen haben, um dann nach der Karenzzeit den Vertrag darüber von den Kosten her abzuwickeln. Ein cleveres Geschäftsmodel auch für den Rechtsdienstleister, nicht nur den Vermittler. Sollten sich nun die Gerüchte zum Unternehmen Facto AG bestätigen, dann könnte es auch so manchen verärgerten Kunden geben, der dann sicherlich einmal prüfen lassen wird “ in wie weit ihn der Kunde dann richtig und vollumfänglich beraten hat“, bei diesem Geschäft. Prekär könnte es dann aber auch für die Kunden des Unternehmens Facto Financial Services AG werden, so Thomas Bremer von www.diebewertung.de aus Leipzig.

Unserem Wissens nach, so Thomas Bremer, haben die Kunden die Lebensversicherungsverträge alle an das Unternehmen abgetreten. das könnte dann möglicherweise bedeuten, dass alle Gelder die nun aus den Verträgen kommen, dann letztlich in eine mögliche Insolvenzmasse fließen könnten. Im Endeffekt hätten die Kunden dann keinen Gewinn, sondern einen großen Verlust erlitten. Auf das Geld welches dann möglicherweise noch übrigbleiben könnte, darauf müssten sie dann Jahre warten. Keine schönen Aussichten.

Kunden und Vermittlern, so Rechtsanwalt Marc Ellerbrock von der Rechtsanwaltskanzlei www.rae-bemk.de aus Markdorf. Marc Ellerbrock und Rechtsanwalt Daniel Blazek vertreten seit Jahren Finanzvermittler in Rechtsfragen. Auch Rechtsanwalt Jens Reime von der Kanzlei www.rechtsanwalt-reime.de, sieht das ähnlich. Rechtsanwalt Reime jedoch sieht das von der Verbraucherseite her. In einem kurzen Telefongespräch äußerte sich Rechtsanwalt Jens Reime erschüttert über den Vorgang an sich, dessen Auswirkungen derzeit noch nicht völlig absehbar seien. Auch er rät hier jedem betroffenen Verbraucher natürlich sich zu dem Vorgang einen qualifizierten Rechtsrat einzuholen.

Veröffentlichungsdatum: Montag, 30.07.2018
Verantwortlicher Autor: Red. LG

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Bildquelle: suju / Pixabay

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