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Erledigt sich Airbnb jetzt von alleine?

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Viele Städte auf der Welt bekämpfen Airbnb, weil Airbnb dem Markt Wohnungen weg nimmt. Wohnungen, die über Airbnb wesentlich mehr Rendite einbringen, als wenn diese Wohnungen fest an einen Vorortmieter normal vermietet wären.

Städte wie München und Berlin haben hier schon versucht das Vermittlungsgeschäft von Airbnb einzuschränken, von Regulierung kann da nicht einmal die Rede sein. Möglich, dass sich dieses Problem nun erledigt, denn mit dem Corona-Virus wird nun auch die weltweite Reisetätigkeit zurückgehen und zwar drastisch.

Das würde besonders natürlich Airbnb zu spüren bekommen. Möglicherweise wird Airbnb um sein wirtschaftliches Überleben kämpfen müssen. Außer den Investoren wird dem Unternehmen dann aber keiner eine Träne nach weinen. Die Folge in den Städten wird dann sein, dass mehr Wohnraum zur Verfügung stehen wird. Bezahlbarer Wohnraum.

Aber auch andere Reiseportale, wie zum Beispiel „ab in den Urlaub.de“ werden um ihr Überleben kämpfen müssen, denn auch sie werden nun einen drastischen Rückgang der Buchungen zu spüren bekommen. Auch hier kann es dann möglicherweise eng werden. Das gilt natürlich auch für alle anderen Reiseanbieter.

Auch unsere Hotels werden zu kämpfen haben, denn weniger Reisen heißt dann auch weniger Hotelbuchungen. Weniger Auslastung verbunden mit weniger Einnahmen. Brauchen wir ein Hotel Astoria dann zukünftig in Leipzig noch? Wo sollen die Einnahmen herkommen, um ein wirtschaftliches Auskommen zu haben.

Was zunehmen wird, ist die Reisetätigkeit rund um den eigenen Wohnort, und Urlaub auf Balkonien und im Schrebergarten ist wieder angesagt. Treffen wird es auch alle Fluggesellschaften dieser Welt und natürlich auch die Flugzeugbauer wie Airbus und Boeing. Dort werden tausende von Arbeitsplätzen auf dem Spiel stehen. Ist doch klar, wo keine Nachfrage ist, muss auch nicht produziert werden.

Kümmern müssen wir uns um unsere tägliche Versorgung, denn Deutschland kann sich alleine schon gar nicht mehr ein ganzes Jahr selber versorgen. Wir sind abhängig von Zulieferungen aus Italien, Israel, Türkei, Afrika, USA, China usw. um unseren täglichen Bedarf an lieb gewonnenen Produkten zu decken. Da müssen wir uns nun möglicherweise wieder zurückbesinnen auf unser eigenes Land.

Da müssen wir dann auch bereit sein, mehr an Geld auszugeben, um auch mal einen nicht so glänzenden Apfel zu kaufen. Erdbeeren an Weihnachten müssen ja auch nicht unbedingt sein. Deutschland könnte nicht einmal die Fleischversorgung abdecken. Von Obst und Gemüse ganz zu schweigen. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier, er wird sich auch daran gewöhnen, weniger zu haben.