Start Gesellschaft Der Einfluss im Umfeld der Roboter auf unser Gehirn

Der Einfluss im Umfeld der Roboter auf unser Gehirn

518
Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz | © CC0/pixabay.com

Unser Gehirn schafft uns künstliche Intelligenz, um im Umfeld der Roboter zu überleben. Unsere analoge Kompetenz dient zur Sicherheit, um auch Roboter im Blut zu beherrschen.

Hätten Sie´s gedacht? Nachdenken führt unser Gehirn weiter als wir denken! Attacken von außen sind nicht ausgeschlossen. Neurotechniken sollen deshalb besser reguliert werden. Die meisten Mitbürger kennen ihre Kompetenzen nicht, denn sie sehen ihr Gehirn nie. Roboter haben die meisten in ihrem Umfeld noch nie gesehen. Der Vorsicht halber zweifeln sie die Unterstellung von deren künstlicher Intelligenz (KI) an. Das eigene Überleben wollen sie ohne Rücksicht auf Roboter schaffen. Wer Aufgaben an das Internet der Dinge (= Internet of Things / IoT) delegiert, fühlt, dass er weiß, welche Aufgaben ihm allein bleiben. Er ist Mensch und arbeitet analog mit Unterordnung der Technologien (Schwägerl, Christian; Die analoge Revolution – 2014).

Menschen können andere unterordnen. Deren Kompetenzen müssen so groß sein, dass sie verstehen, warum das geschehen soll. Damit kann Kommunikation und gemeinsame Wirkung mit der Multiplikation der individuellen Wirkungen erreicht werden. Die Vielfältigkeit der kooperierenden Personen kann zum Hindernis werden, wenn sie die gesamte Kompetenz ausschöpfen wollen. Das andere Extrem ist die Spezialisierung des Wissens auf einen engen Bereich mit hoher individueller Kompetenz. Aufgaben im Randbereich werden in diesem Fall nicht erkannt. Der Spezialist wird zum lebenden Roboter ohne künstliche Intelligenz, wenn er sich interdisziplinärer Wege verweigert. Das Bewahren des eingeübten Lebenswegs kann für Menschen im aktuellen Wandel der Zeiten der letzte Schritt vor dem Absturz von einem nicht erkannten Felsvorsprung sein. Das Gehirn kann mehr leisten als von den meisten Menschen gefordert wird. Seine Auslastung ist nicht mit dem Mythos von 10% erklärt. Diese richtet sich nach dem Anspruch und dem Umfang der Befassung mehrerer Bereiche mit individuellen Ansprüchen mit Belastungen von wechselnden Prozentsätzen.

Die künstliche Intelligenz des menschlichen Gehirns ist der Einsatz mehrerer Bereiche, deren Annahme von Aufgaben im Voraus definiert ist. Als Beispiel dienen die Aufgaben von Synapsen bei der Bearbeitung von in gleicher Form (z. B. Arial 11p) geschriebenen Texten. Bei der Präsentation auf Papier, dem konventionellen Weg des letzten Jahrhunderts, werden andere Synapsen befasst als für die gleiche Textvorgabe auf dem Bildschirm. Ältere Menschen lassen sich Texte gern ausdrucken – ohne ihre Schwäche am Bildschirm nicht lesen zu können zuzugeben. Umgekehrt sind Kinder beim sorgsamen Lesen aus Büchern behindert, wenn sie sonst nur Nintendo oder ein Smartphone benutzen. Das behindert Lernprozesse in der Schule.

Menschen, die Roboter bauen, können bei der Einbeziehung von künstlicher Intelligenz nur dann Erfolg haben, wenn sie mehrere Naturwissenschaften interdisziplinär beherrschen. Die Hirnforschung ist (nur) eine davon (Hanson, David; SingularityNet – Hanson Robotics 2011ff.). Mit Einbeziehung der Kompetenzen mehrerer Personen können biologische Kopien mit chemischen und physikalischen Grundlagen erstellt werden. Ein Roboter neuer Generation kann Teile von Gehirnstrukturen übernehmen. Singularität wird erreicht, wenn Roboter lebenden Menschen nachweislich überlegen sind (Kurzweil, Ray – Direktor Google-Calico; Projekt Singularität 2045).

Die von Mr. Kurzweil postulierten 147 Voraussagen wurden zu 86% spätestens zu den von ihm angegebenen Zeitpunkten real. Das bedeutet, dass für 14% die Zielzeitpunkte noch nicht erreicht sind. Nicht eingetretene Voraussagen von Mr. Kurzweil sind nicht bekannt. Eine davon ist die auf Wunsch mögliche Integration von Nanobots in das menschliche Gehirn bis 2030.

Der Verfasser dieses Beitrags beobachtet die Aktivitäten von Mr. Kurzweil seit einigen Jahren. Am Anfang war Kurzweil noch nicht bei Google. Dieser denkt, dass KI uneingeschränkt real sein wird, wenn Engpässe bei Anforderungen an das maschinelle Lernen auftreten werden. Es wird dann kein Unterschied zwischen KI, menschlicher Intelligenz und Kompetenz im weiten Rahmen mehr geben. Die Menschheit wird smarter sein, wenn sie das für sich realisiert. Die Voraussage von Mr. Kurzweil ist, dass Menschen dann die Option haben Nanobots zu nutzen und ins Gehirn zu integrieren.

Damit werden für Menschen im Nervensystem virtuelle Realitäten geschaffen. Gleichzeitig wird der Neocortex in das Cloud-System eingebunden. Wie auf der letzten Hannover-Messe 2017 dargestellt, erhalten Menschen drahtlos und virtuell Zugriff auf maschinell nicht existierende Befehlsempfänger. Die virtuellen Tastaturen sind in der Lage die 10.000-fache Leistung auf dem jeweils gewählten Fachgebiet zu erbringen. Im gleichen Umfang wird der Neocortex erweitert.

Die Welt der KI ist weiter, als Roboter diese lernen können. Real ist die Ausweitung der menschlichen Kompetenz mit KI, was den Vorsprung vor Robotern erweitert. Der Blick nach Silikon Valley genügt nicht mehr. Die aktuell hohe deutsche Wirtschaftsleistung basiert auf der Wissenschaft, darunter der KI. Mit Deep Learning wird seit 1991 ein Programm neuronaler Netzte (NN) ausgebaut, das seinen Durchbruch durch den Helmholtz Award und 2016 den Neural Networks Pioneer Award erlangte. Leistungen des Silikon Valley konnten einbezogen werden (Schmidhuber, Jürgen; Präsentation Allzweck-KI der künstlichen Evolution 2016).

Der Schutz der Informationen über die individuellen Hirnaktivitäten muss bei neuronalen Untersuchungen oder Techniken des Gedankenlesens gegeben sein. Diese Zukunftsmusik wird gespielt. Nicht alle Wissenschaftler kennen die dafür eingesetzten Instrumente (DIE ZEIT 47/17). Neurotechnik entwickelt sich in Firmen, die Hirnaktivitäten entziffern und verarbeiten sollen (Musk, Elon; Neuralink – 2017). Brain Computer Interfaces ermöglicht gelähmten Menschen mit Hilfe ihrer Gedanken zu kommunizieren. Mit diesen und ähnlichen Entwicklungen wird sich KI als Boom entwickeln. Dabei werden die mentalen Prozesse von Menschen decodiert und ihre Hirnfunktionen beeinflusst. Das wird von Medizinern, Ethikern und KI-Ingenieuren als Gefahr ohne Erkenntnis für das Problembewusstsein gesehen. Gedanken sind sensible Daten, die geschützt werden müssen (vgl. Schnabel, Ulrich; DIE ZEIT 49/17).

Jeder sollte die Kontrolle über seine Hirndaten behalten. Die Weitergabe an Dritte muss verhindert werden können. Dem stehen die Interessen derjenigen entgegen, die alle persönlichen Daten zur Aufbesserung des Selbstbewusstseins teilen wollen. Unabhängig davon müssen Manipulationen im Sinne der Prägung von „Neurorechten“ unmöglich bleiben.

Die Größe der im Thema genannten Roboter ist nicht vorgegeben. Mr. Kurzweil hat in Aussicht gestellt, dass Nanobots im menschlichen Gehirn initialisiert werden können. Diese Roboter sind so klein, dass wir sie mit dem menschlichen Auge nicht sehen können. In einem Beitrag zur Hightech-Medizin können steuerbare Algen in Körperhöhlen vordringen. Dort sollen sie die zukünftige Evolution des Betroffenen beeinflussen und vorhandene Tumore abtöten können. Das muss gewollt sein, um es analog bewirken zu können.

Roboter dieser Art sollen wie ein U-Boot in eine Vene eintauchen, um in Herz, Leber und Gehirn Analysen vornehmen, Blutgerinnsel und Tumore auflösen zu können. Vor 50 Jahren war das Thema einen Film wert (Die phantastische Reise). Ärzte lachten damals über das Venenschiff „Proteus“ – heute tun sie das nicht mehr (Müller-Jung, Joachim; Roboter im Blut – FAW 49 /17; 2017-11-30. Verweis /interner Link zu Mr. Kurzweil, der die gleichen Thesen vertritt).

Die Nanomedizin macht die o. b. Phantasien als Realitäten möglich. Teilautonome Miniroboter werden mit maßgeschneiderten, programmierbaren Apparaten durch den Körper geschickt, um Medizinern in Originalgröße zu assistieren. Arzt und betroffener Kunde lassen Ingenieure der Medizin gewähren. Die hier angewandte molekulare Tiefentherapie wird vom assistierenden Arzt mit Naturelementen aus einem Baukasten begleitet. Die Werkbank umfasst Antrieb, Instrumente, Wirkstoffe der Naturheilmedizin.

Bei den chinesischen Heilmaschinen handelt es sich um „biohybride Magnetic-Mikro-Roboter“, die im Journal „Science Robotics“ vorgestellt worden sind. Das Fahrgestell stammt von einer Mikroalge (Spirulina platensis), bekannt als Vitaminalge in Form eines Einzellers der Cyranobakterien. Dieser wird seit langem in Tabletten, Pulvern, Kosmetika, Brot und Bier genutzt (vgl. Müller-Jung ebda.). Der Zugang zum menschlichen Blutkreislauf wurde in der Universität Hongkong entwickelt. Die ferngesteuerten Algen tilgen die o. b. Tumorzellen und bauten sich nach „getaner Arbeit“ biologisch ab. Sie verschwanden nach einiger Zeit.

Der Bogen zu den bekannten größeren Robotern lässt sich über Hongkong spannen. Die Roboterin Sophia von Hanson Robotics wurde zuerst in Hongkong vorgestellt, bevor ihr in Saudi-Arabien die Staatsbürgerschaft verliehen wurde. Sophia artikuliert sich noch wie Roboter vergangener Zeiten. Sie nimmt an Talk-Shows teil und beantwortet die Fragen anwesender „Human beings“, indem sie eigene Meinungen auf Basis ihrer KI einbringt (vgl. Hanson ebda).

Wo werden wir leben, wenn Roboter die Erde aufgrund eigener höher gestellter Ansprüche verlassen?

  • Der Einfluss im
  • Umfeld der Roboter
  • auf unser Gehirn
  • SZ-17.48-2