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Es gibt einen ganz einfachen Weg die AfD in Sachsen zu entzaubern – man muss sie an der Regierung beteiligen

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qimono / Pixabay

Der politische Hauptgegner im sächsischen Landtagswahlkampf 2019 der CDU ist nicht die SPD, die Linke oder die Grünen, nein es ist die Alternative für Deutschland, die der Sachsen-CDU dicht auf den Fersen ist in den aktuellen Umfrageergebnissen.Beteiligt man die AfD Sachsen an einer neuen Landesregierung, dann hätte die Sachsen-AfD erhebliche Probleme, geeignete Personen zu finden in ihren Reihen, die überhaupt dafür geeignet wären, ein Ministeramt oder Staatssekretärsamt auszuüben.

Das wären nahezu alles „Lehrlinge“ in diesen Aufgaben, was der regierungserfahrenen CDU natürlich zum Nutzen wäre. Hinzu kommt, dass in den Ministerien natürlich viele wichtige Jobs mit Mitgliedern der CDU besetzt sind. Gleiches gilt auch für Spitzenbeamte wie zum Beispiel den Landespolizeipräsidenten.

Ausgehen kann man davon, dass die AfD das Innen-, Kultur-, Europa- und Justizministerium für sich beanspruchen würde.

In einer Koalition, vom prozentualen Wahlergebnis dann möglicherweise auf Augenhöhe, wäre man dann in der Umsetzung eigener Ziele kaum in der Lage, das schnellstmöglich zu tun. Damit würde man natürlich viele eigene Wähler enttäuschen, die dann bei einer nächsten Wahl wieder CDU wählen würden.

Geht die AfD allerdings in die Opposition, weil man sie nicht an einer Regierung beteiligen will, dann wird die AfD die größte Oppositionspartei im sächsischen Landtag werden und natürlich gegen Alles sein, was die Regierung beschließen will und natürlich dann auch weiterhin Zulauf aus der Wahlbevölkerung in Sachsen haben.

Die CDU sollte sich also bereits vor der Landtagswahl am 1. September 2019 genau überlegen, ob man ein politisches Bündnis (Regierungskoalition) mit der Alternative für Deutschland kategorisch ausschließen sollte. Das gehört sich in einer Demokratie nicht und es wäre sicherlich gefährlich für die CDU in Sachsen.

Würde die CDU Sachsen dann mit der SPD und den Grünen ein Bündnis eingehen, wäre das eine Koalition, die dann sicherlich der AfD den größten Nutzen bringen würde. Möglich, dass die AfD dann die neue Regierung in Dresden vor sich hertreiben würde. Das wäre ein katastrophales Szenario für die Sachsen-CDU.