Start Allgemein Die Physik und das Unerklärliche am Beispiel von Wolfgang Pauli

Die Physik und das Unerklärliche am Beispiel von Wolfgang Pauli

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Österreich hat nach 77 Jahren wieder einen Nobelpreis in Physik errungen. Diesmal war es jedoch nicht die Leistung einer einzelnen Person, sondern eher die eines Teams rund um Anton Zeilinger.

Die Basis für diesen Nobelpreis, zumindest aus quantentheoretischer Sicht, wurde in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gelegt. Aus österreichischer Sicht sind hier insbesondere Erwin Schrödinger und Wolfgang Pauli zu nennen. Wolfgang Pauli erhielt den Nobelpreis 1945 für eine quantenmechanische Arbeit, welche er im Alter von 24 Jahren geschrieben hatte (Paulisches Ausschließungsprinzip).

Dies war jedoch nicht Paulis bedeutendste Arbeit. Im Rahmen seiner vielen wissenschaftlichen Publikationen kann sie als kleine Fingerübung gesehen werden. Auf der Nobelpreisparty in den USA, bevor Pauli wieder zurück nach Europa kam, meinte Albert Einstein, dass Wolfgang Pauli sein legitimer Nachfolger wäre, da er die Physik von allen am besten verstehe.

Ohne das Wissen der Öffentlichkeit hat sich Wolfgang Pauli allerdings schon in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts von der offiziellen Quantenmechanik innerlich verabschiedet. Mehr und mehr ging es Pauli um die Verbindung zwischen Physik und Psyche.

In seinen letzten 20 Jahren weiteten sich die Briefwechsel zwischen Wolfgang Pauli und C. G. Jung aus, welche auf einen jahrelangen Austausch zwischen den beiden hinwies. Auch war Wolfgang Pauli, für seine Zeit durchaus untypisch, Patient bei C. G. Jung bzw. in der Folge bei einer seiner Assistentinnen. Die spärlich erhaltenen Hinweise deuten darauf hin, dass Pauli sich in die Assistentin von C. G. Jung verliebte. Jedoch sind diese Hinweise, bis auf wenige, von Paulis Frau vernichtet worden.

Aus anderen Hinweisen wissen wir, dass Pauli auch ein Anhänger des Nachtlebens war. Wilde Schlägereien und exzessiver Alkoholgenuss waren seine ständigen Begleiter.

Im Normalfall sah man Pauli in seinen Studienjahren in München selten vor Mittag an der Universität. Werner Heisenberg, langjähriger Begleiter von Wolfgang Pauli, wusste um diese dunklen Seiten seines Kommilitonen. So schrieb er im Jahre 1924, als Pauli auf einem Kongress in den Alpen verweilte, dass er hoffe, dass dieser nicht nur die Kinos und Nachtlokale, sondern auch die Berge genießen würde. Dem war natürlich nicht so.

Auch Max Born beklagte, dass Pauli mehr als einmal die Vorlesung, welche er halten sollte, verschlafen hatte. Wolfgang Pauli musste daher öfters vom Dienstmädchen geweckt werden, um pünktlich zu den Vorlesungen zu erscheinen.

Wolfgang Pauli war dafür bekannt, dass Apparaturen in seiner Nähe stets kaputt gingen. So erhielt er, von einigen Kollegen, Laborverbot. Pauli amüsierte dieser Effekt.

Auch glaubte er an übernatürliche Phänomene und war stets auf der Suche zwischen der Verbindung der empirischen Wissenschaften und dem Übernatürlichen. In diesem Interesse ließ er sich auch darauf ein, mit C. G. Jung gemeinsam zu publizieren.

Es war Wolfgang Pauli, welcher seine Träume für die Analysen von C. G. Jung zur Verfügung stellte. Er wollte jedoch nicht, dass dies zu Lebzeiten bekannt wurde.

Erwähnt sei, dass auch das mathematische Genie John von Neumann in seinem letzten Buch darauf hinwies, dass die Beschreibung der Naturphänomene nicht adäquat durch die Mathematik erfolgen kann.

Logische Denkstrukturen fußen für John von Neumann auf anderen Prinzipien, welche bis heute gänzlich unbekannt sind. Die mathematische Sprache ist nur eine sekundäre Erscheinungsform höherer logischer Denkprinzipien.

Auch wenn wir in naher Zukunft mit den Quantencomputern milliardenfache, schnellere Rechenleistungen zur Verfügung haben werden, so werden diese uns kaum helfen, die Denkstrukturen des Gehirns besser zu verstehen. Jegliche mathematische Simulation menschlicher Denkvorgänge ist so lange zum Scheitern verurteilt, solange man nicht die Basis auf biologischer Ebene unserer Denkvorgänge kennt. Aktuell befinden wir uns vom Verständnis dieser Problematik so weit entfernt wie etwa eine Eintagsfliege von der Andromedagalaxie, welche ca. 2 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist.

Aus heutiger Sicht scheint es so zu sein, dass wir zurück zu den Spuren Wolfgang Paulis aufbrechen müssen, um die wirkliche Verbindung zwischen Psyche und den Naturerscheinungen verstehen zu lernen.