Start Anlegerschutz Die BaFin wird im Sinne des Anlegerschutzes aktiv

Die BaFin wird im Sinne des Anlegerschutzes aktiv

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Das zeigt die Bafin dann immer durch neue Warnhinweise auf ihrer Internetseite. Heute  gibt es 2 neue Meldungen auf der Seite der BaFin. Warnhinweise die wir Ihnen hiermit gerne zur Kenntnis geben wollen.

Handelsplattform KryptoEUClub: BaFin untersagt der Mandarella Ltd., Dominica bzw. Jersey, den unerlaubt erbrachten Eigenhandel

Die BaFin hat mit Bescheid vom 25. März 2022 gegenüber der Mandarella Ltd. die sofortige Einstellung des unerlaubt erbrachten Eigenhandels angeordnet. Das Unternehmen wird als Betreiber der Handelsplattform KryptoEUClub aufgeführt. Die BaFin hatte bereits am 9. Februar 2022 vor dem Unternehmen gewarnt.

Das Unternehmen bietet deutschen Kunden auf der von ihr betriebenen Handelsplattform kryptoeuclub.com/de/ finanzielle Differenzkontrakte (Contracts for DifferenceCFD) an, die angabegemäß auf eine große Auswahl digitaler Assets, unter anderem Kryptowährungen, laufen.

Damit betreibt das Unternehmen gewerbsmäßig den Eigenhandel nach § 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 4 lit. c Kreditwesengesetz (KWG) bzw. § 2 Absatz 2 Nr. 10 lit. c) Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Über die nach § 32 Absatz 1 KWG bzw. § 15 WpIG erforderliche Erlaubnis der BaFin verfügt es jedoch nicht. Es handelt daher unerlaubt.

Der Bescheid ist bestandskräftig.

Meldung II

PB Capital GmbH, Stuttgart: Kein nach § 10 Absatz 1 ZAG zugelassenes Unternehmen

Die BaFin stellt klar, dass sie der PB Capital GmbH keine Erlaubnis gemäß § 10 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) zum Erbringen von Zahlungsdiensten erteilt hat. Das Unternehmen wird nicht von der BaFin beaufsichtigt.

Das Unternehmen wirbt auf seiner Website pbcapitalgmbh.com sowie in Print- und Onlinemedien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als „Helfer*in Transfer-Management“ bzw. „Assistent*in Transfer-Management“ an. Diese Personen sollen über ihre privaten Bankkonten Gelder von Kunden der PB Capital GmbH annehmen und auf Anweisung an Dritte weiterleiten.

Die beschriebene Tätigkeit der Mitarbeiter stellt das erlaubnispflichtige Erbringen von Zahlungsdiensten (Finanztransfergeschäft) dar. Die Beschäftigten tragen zudem das Risiko, dass die auf ihre Konten überwiesenen Gelder aus kriminellen, insbesondere betrügerischen Handlungen stammen könnten.

Soweit die PB Capital GmbH behauptet, sie melde die Konten der Mitarbeiter dem zuständigen Finanzamt als „Transfer-Konto“, stellt die BaFin klar: Ein solches Verfahren der Meldung von Transfer-Konten gibt es nicht.