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Die BaFin und das Thema Unternehmensbilanzen

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Nicht nur uns sind Unternehmen ein Blick in die Bilanzen wert sondern auch dem Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen.

Ein wichtiger, richtiger und guter Weg, denn Bilanzen sind oft eine Grundlage für Investitionsentscheidungen bei Anlegern. Sind diese Bilanzen nicht korrekt, dann kann man als Anleger auch mal mit einer Investitionsentscheidung falsch liegen und sein eingesetztes Kapital aufs Spiel setzen bzw. sogar verlieren.

Auch in der vergangenen Woche gab es auf der Seite der BaFin wieder solche Warnhinweise bzw. Informationshinweise an Investoren. Betroffen waren die Unternehmen FCR Immobilien AG mit CEO Falk Raudies aus München, die Deutsche Konsum REIT-AG und das Unternehmen Allgeier SE.

Hier wird es nach Mitteilung der BaFin eine Prüfung des offengelegten Einzelabschlusses nach internationalen Rechnungslegungsstandards zum 30.09.2021 und des zugehörigen Lageberichts der Deutsche Konsum REITAG gemäß § 107 Absatz 1 Satz 1 WpHG vornehmen.

Grund für die Anordnung sind konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die Bilanzierung von Darlehensvereinbarungen mit einer Gesellschafterin und die Bilanzierung von über ein Fintech erworbenen Darlehen entgegen International Financial Reporting Standard (IFRS) 9 möglicherweise nicht vollständig und richtig erfasst und abgebildet worden sind.

Ähnliches führt die BaFin auch bei den beiden anderen genannten Unternehmen durch. Für die betroffenen Unternehmen sicherlich ein großer Reputationsschaden, so Thomas Bremer vom Internetportal diebewertung.de aus Leipzig.

Bremer nimmt seit Jahren Bilanzen von Unternehmen unter die Lupe, denn nur Bilanzen erlauben letztlich einen tieferen Einblick in ein Unternehmen. Dieser tiefere Einblick ist aber wichtig, bevor man eine weitreichende Investitionsentscheidung trifft, schließlich so Bremer geht es ja um ihr Geld.