Start Allgemein Deutsche Licht Miete: Können Anleger dem Unternehmen One square Advisors vertrauen?

Deutsche Licht Miete: Können Anleger dem Unternehmen One square Advisors vertrauen?

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Nun, dazu eine endgültige Aussage treffen, kann man derzeit noch nicht, aber wie wir in einem Bericht bereits ausgeführt haben, kennen wir das Unternehmen One Square Advisors nicht als erfahrenen Sanierer, ja es gibt sogar Personen, die sagen, „Dr. Siegert zu nehmen, wäre die bessere Lösung gewesen“.

Nun, natürlich hat jeder ein Recht auf eine eigene Meinung, aber wir sagen ganz klar, „dort wo Dr. Siegert draufgestanden hätte, wäre Alexander Hahn drin gewesen“. Für uns ein klares NoGo.

Offensichtlich gab es aber am gestrigen Tage eine Gläubigerausschusssitzung, in der man sich für die Auffanglösung von One square advisors entschieden hat. Wann und wie man den betroffenen Anlegern nun das Konzept vorstellen will, das ist bisher nicht bekannt.

Tatsache ist aber auch, dass es ohne einen Schuldenschnitt bei den Anleihen und der Überlassung der Leuchtmittel zur Vermietung nicht gehen wird. Darüber sollten sich die Anleger bereits jetzt im Klaren sein. Eine weitere Tatsache ist, dass die Auffanglösung DLM nicht ohne frisches Geld erfolgreich sein wird. Aus unserer Sicht braucht man, um das Unternehmen fortzuführen, mindestens 4 Millionen Euro.

Alles darunter, da wären dann „Glücksritter“ am Werk.

Wie wir auf diese Zahl kommen? Nun, die Kosten der DLM belaufen sich wohl monatlich auf um die 250TDE in einer abgespeckten Version, macht 3 Millionen Euro im Jahr, aber man muss ja auch noch investieren, dafür haben wir dann einmal 1 Million Euro kalkuliert.

Eine wichtige Frage ist natürlich, wie der Markt auf das Comeback der DLM reagieren wird? Ganz klar ist aber sicherlich doch jedem Leser dieses Artikels, dass Lieferanten bei Bestellungen dann auf Vorkassenbezahlung bestehen werden.

Aufpassen muss man aber dann auch, dass One square advisors nicht hier nur eine Assetverwertung vornimmt, um Geld in die Kasse zu bekommen.

Natürlich stellt sich auch die Frage, zu welchen Preisen man jetzt erforderliches Material einkaufen kann und ob auch hier nicht das Lieferkettenproblem besteht? Was würde es nützen, neue Mietverträge abzuschließen, dann aber nicht liefern zu können?

Natürlich kann man überall ein Haar in der Suppe finden, aber wenn das dann an Haarausfall grenzt, dann muss man sich auch einmal überlegen, ob eine geordnete Abwicklung und Verwertung nicht besser ist. Nun ja, entscheiden müssen die Anleger.

Übrigens One square advisors heißt übersetzt „ein quadratischer Berater“. Hoffen wir mal, dass die Anleger, bei Kenntnisnahme des Konzeptes, dann nicht im Viereck springen.