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Deutsche Licht Miete Fortführung der Lösungsansatz von Rechtsanwalt Jens Reime

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Gesprochen haben wir mit Rechtsanwalt Jens Reime aus Bautzen. Jens Reime ist Mitglied im Gläubigerausschuss von 3 Gesellschaften der Deutschen Lichtmiete. Auch ihn haben wir natürlich gefragt, wie kann es mit der Deutschen Licht Miete weitergehen und kann es überhaupt weitergehen?

Natürlich, so Jens Reime, kann es weitergehen mit dem Geschäftsmodell der Deutschen Licht Miete, wenn es ein belastbares Konzept gibt. Das hat aber bis zum heutigen Tag keiner der Protagonisten vorgelegt. Dabei wäre aus Sicht von Rechtsanwalt Jens Reime wichtig, dass man da als baldigst zu einem Ergebnis kommt.

Tatsache ist doch, dass mit jeder Woche, die vergeht, letztlich die Chancen für eine mögliche Fortführung geringer werden, und es zu einer Zerschlagung der Gesellschaften kommt mit allen damit verbundenen nachteiligen Folgen für die Anleger. Das könnte dann bei dem einen oder anderen Anleger sicherlich zu einem Totalverlust werden, so Rechtsanwalt Reime.

Wo könnte dann ein Konzept ansetzen?

Nun, ganz einfach, man muss sich den Markt für dieses Produkt der Deutschen Lichtmiete genau anschauen, schauen, was der Wettbewerb an Leistungen und zu welchem Preis anbietet. Will man langfristig erfolgreich sein, so Reime weiter, dann muss man sich den Marktgegebenheiten anpassen. Hiervon ausgehen muss man einfach dann zurückrechnen, was man dann mit einem marktfähigen Geschäftsmodell an Einnahmen erzielen kann und sehen, was dann übrigbleibt. Alles andere so Rechtsanwalt Reime halte ich für nicht umsetzbar, will man nicht wieder „Traumschlösser“ bauen und dann eine erneute Insolvenz riskieren.

Was für mich dann aber unvorstellbar ist, genau wie für sie, ist, dass ein Alexander Hahn in einer zukünftigen Gesellschaft nochmals eine herausragende noch überhaupt eine Rolle spielen kann. Alexander Hahn ist doch der, der bewiesen hat, dass sein Geschäftsmodell eben nicht funktioniert, sonst wäre man ja nicht in der aktuellen Situation. Seine Idee passt allerdings in die heutige Zeit.

Natürlich, so Reime, ist dazu eine akribische Arbeit erforderlich, aber die muss man machen, wenn man zu einer Lösung kommen will. Was ich bisher gehört habe, ist viel Theorie aber wenig Belastbares so Rechtsanwalt Reime. Diskutiert man hier aber noch länger, dann sehe ich eben die Gefahr, dass man damit auch eine Fortführung unmöglich macht.

Innerhalb der Fortführung muss man dann so tun, als wenn die Leuchten alle in der Verfügungsgewalt der Fortführungsgesellschaft stehen. Hat man dann ein belastbares Modell einmal durchgerechnet unter diesen Bedingungen, kann man den Anlegern doch ganz klar aufzeigen, was sie über welchen Zeitraum als Rückzahlung erwarten können. Das sind dann eben Fakten und eben kein „nebulöses Schwadronieren“ so Reime. Dann müssen die Anleger aber eben auch schnell entscheiden, ob sie den Weg mitgehen. Da ist dann eben nun der „Faktor Zeit“ wichtig.

Ich finde, so Thomas Bremer von diebewertung.de, den Gedanken von Jens Reime sollte man natürlich verfolgen, das so schnell wie möglich. Wie bereits ausgeführt, ist gerade „Zeit als Faktor“ nicht gerade unwichtig für eine Sanierung der Gesellschaft.