Start Allgemein Consus Bauprojekte GmbH/Consus Real Estate AG – geprellte Handwerker?

Consus Bauprojekte GmbH/Consus Real Estate AG – geprellte Handwerker?

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Ein Szenario, was wir seit Jahren kennen und leider auch immer wieder aus spezifischen Branchen hören, so Thomas Bremer vom Internetportal diebewertung.de aus Leipzig.

Große Unternehmen beauftragen kleine Handwerker, die ersten Rechnungen werden schnell und pünktlich bezahlt und irgendwann kommt es immer aufs Neue zu Verzögerungen, so dass bei den Auftragnehmern dann Forderungen auflaufen können.

Selbstverständlich sind ggf. nicht vertragskonforme Leistungen gesondert zu behandeln, anders sieht es aber aus, wenn Leistungen bzw. Rechnungen buchhalterisch geprüft und freigegeben wurden. Natürlich wartet der Handwerker nicht „unendlich“, denn er braucht das Geld, um Material, Sozialkassen, Berufsgenossenschaft und natürlich auch Löhne zu bezahlen. Das, was für große Unternehmen dann „Portokasse / peanuts“ ist, ist für einen kleinen Handwerker möglicherweise dann die Frage der Existenz.

Diese großen Unternehmen wissen, dass sie im Regelfall den längeren Atem haben, um eine mögliche gerichtliche Auseinandersetzung mit mehreren Instanzen wirtschaftlich durchzustehen.

Consus Bauprojekte GmbH ein Unternehmen der Consus Real Estate Gruppe (ehemals CG Gruppe) und die offenen Rechnungen einer Handwerks GmbH

Soweit die allgemeine Einführung zu einem konkreten Vorgang, den wir vor einigen Tagen auf den Tisch bekommen haben. Hier geht es um das genannte Unternehmen Consus Bauprojekte GmbH (ein Unternehmen der Consus Real Estate Gruppe ehemals CG Gruppe). Jenes Unternehmen, welches wir aus der Vergangenheit mit dem Namen Christoph Gröner verbinden.

Christoph Gröner ist nun bereits vor einigen Monaten ausgeschieden, was uns übrigens die Consus Real Estate AG heute nochmals auf unsere Presseanfrage hin bestätigt hat.

Zitat:

Er ist weder Organ ist, noch in Verantwortung und/oder übernimmt Funktionen.

Zitat Ende

Nun gut, zunächst bekamen wir in dieser Woche einen Anruf eines Handwerkunternehmers, der wohl für das genannte Unternehmen Bauleistungen erbracht hatte und in einer 7-stelligen Größenordnung Vergütungsforderungen begehrt. Auch er hatte zu Beginn seiner Arbeit immer ordentlich sein Geld bekommen, bis dann irgendwann Verzögerungen eintraten.

Mittlerweile hat er Forderungen, die er uns übrigens mittels buchhalterischen Prüfblättern belegt hat. Natürlich hat er immer wieder versucht, mit dem Schuldner ins Gespräch zu kommen, aber das Unternehmen hat seiner Überzeugung nach auf Zeit gespielt und ihn damit finanziell unter Druck gesetzt.

Irgendwann war aber dann bei mir auch einmal der Punkt erreicht, das ich dann auch ein Gericht anrufen musste.

Auch hier gab es nach Meinung unseres geschädigten Unternehmers dann wieder bewusst ein Spiel auf Zeit, um den wirtschaftlichen Einigungsdruck auf ihn zu erhöhen.

Anfang Februar dieses Jahres hatte sich aber der benannte Christoph Gröner bei ihm gemeldet, um mit ihm über die offenen Rechnungen zu verhandeln. Er offerierte ihm dazu einen erheblich reduzierten Betrag. Völlig inakzeptabel, so der geschädigter Unternehmer.

Ich habe ehrliche, korrekte und für alle Seiten zufriedenstellende bestätigte Leistungen erbracht, warum soll ich da auf mehrere hunderttausend Euro verzichten?

Recht hat er. Verwundert waren wir aber in der Redaktion, dass Christoph Gröner hier aufgetreten ist, denn er ist ja eigentlich gar nicht mehr organschaftlicher Vertreter der Unternehmensgruppe?

Zitat:

Zunächst weisen wir darauf hin, dass Herr Christoph Gröner in unserem Unternehmen weder Organ ist, noch Verantwortung trägt oder Funktionen übernimmt. Er hat auch über die von Ihnen thematisierten vermeintlichen Forderungen nicht zu befinden und kann insoweit auch nicht Ansprechpartner sein. Diese Forderungen richten sich weder gegen Herrn Gröner, noch gegen ein vom ihm geführtes Unternehmen.

Zitat Ende

Auch Christoph Gröner hatten wir eine Presseanfrage dazu übermittelt, aber keine Antwort bekommen. Das Unternehmen Consus Real Estate AG teilte uns weiterhin mit:

Zitat:

Die Forderungen der … GmbH sind streitig und zum Teil Gegenstand einer gerichtlichen Klärung, die seitens unseres Unternehmens keinesfalls verzögert werden. Wir befinden uns aber derzeit mit der … GmbH im Gespräch und sind um eine einvernehmliche und den Interessen beider Seiten gerecht werdende Klärung ernsthaft bemüht.

Wie Sie wissen, sind zahlreiche Bauprojekte auf unser Unternehmen übergegangen, die wir hinsichtlich Planung, bisheriger Führung und Umsetzung und auch Abrechnung einer umfassenden Prüfung unterzogen haben. Angesichts der Vielzahl und auch der Komplexität der Projekte ist es völlig normal, dass es auch hinsichtlich geltend gemachter Forderungen zu Fragen und im Einzelfall auch zu Streitigkeiten kommt. Hieraus ist aber keinesfalls ableitbar, wir würden systematisch die für uns sehr wichtigen Bauunternehmen und Partner nicht vertragsgerecht vergüten.

Zitat Ende

Wenn wir die uns vorliegenden Unterlagen (freigegebene buchhalterische Prüfblätter) anschauen, fragen wir uns natürlich schon, „was ist an Forderungen streitig die buchhalterisch bestätigt wurden?„. Etwas daneben finden wir dann aber den sugestiv drohenden Hinweis in der Antwort auf unsere Presseanfrage:

Zitat:

Eine von Ihnen geplante Berichterstattung, die einseitig die Position der … GmbH wiedergibt, gefährdet eine solche einvernehmliche Streitbeilegung und dient damit niemandem, am allerwenigsten der … GmbH.

Zitat Ende

Sehr geehrte Herren und Damen der Consus Bauprojekte GmbH (ein Unternehmen der Consus Real Estate Gruppe ehemals CG Gruppe), wir verstehen, dass rein bilaterale Streitigkeiten zwischen den Beteiligten zu lösen sind. Nur haben wir aber Informationen vorliegen, dass die vorliegende Angelegenheit kein Einzelfall zu seien scheint. Weitere Unternehmen haben sich dazu bereits gemeldet.

Größe ist kein alleiniges Zeichen von wirtschaftlicher Macht. Wahre Größe zeigt sich auch im Umgang mit seinen Geschäftspartnern, unabhängig, ob es sich um einen Handwerker von nebenan und/oder einen Konzern handelt. Wenn Leistungen nicht vertragsgerecht sind, stehen jedem Auftraggeber die entsprechenden Rechte zu. Werden Leistungen aber erst bestätigt und dann nicht gezahlt, stoßen wir auf ein Unverständnis. Es wird wohl immer derart sein, dass David allein aus wirtschaftlichen Zwängen und zu treffenden Abwägungsentscheidungen Handlungen bzw. Angebote widerwillig akzeptieren wird. Wir würden uns aber wünschen, dass auch David gewinnen kann. Dies gilt gerade in Zeiten, in welchen Solidarität oberstes soziales Gebot ist.