Start Leipzig Burkhard Jung Oberbürgermeister gewinnt Stichwahl – Leipzig verliert

Burkhard Jung Oberbürgermeister gewinnt Stichwahl – Leipzig verliert

498

Es war das knappe Ergebnis, was in Leipzig alle Umfragen vor der Wahl vermuten ließen. Sebastian Gemkow von der CDU hat einen tollen Wahlkampf abgeliefert, aber gegen ein ROT-ROTGrünes Dreierbündnis dann letztlich nicht gewinnen können. Schade, denn Leipzig hätte einen besseren Oberbürgermeister verdient.

Burkhard Jung hätte ohne die Unterstützung der Leipziger Linken und den Leipziger Grünen wohl nicht die geringste Chance gehabt, erneut ins Amt des Leipziger Oberbürgermeisters zu gewinnen.

Umso mehr Gedanken muss man sich darüber machen, ob Burkhard Jung nun nicht 7 Jahre als politische Marionette angesehen werden muss, denn dass die Unterstützung der Leipziger Linken und der Leipziger Grünen dann nicht zum „Nulltarif“ zu bekommen war, das dürfte jedem klar sein, der sich in der Politik etwas auskennt. Die Rechnung dafür bezahlen die Leipziger dann wohl.

Die anstehenden Neuwahlen einiger Bürgermeister im Leipziger Rathaus werden sicherlich möglicherweise genau ein Spiegelbild dieser vermuteten Absprachen sein.

Burkhard Jung will nun Oberbürgermeister aller Leipziger sein, so zumindest hat er es noch am Wahlabend verkündet, aber wenn man am heutigen Tag eine Meldung in der Leipziger Volkszeitung liest, dann fragt man sich eigentlich, welches Geistes Kind Herr Jung nun wirklich ist.

Die Leipziger Volkszeitung, immerhin eine SPD-nahe Zeitung, hatte mit Burkhard Jung wohl einen Interviewtermin vereinbart, um mit ihm über die gewonnene Wahl und die nun folgenden 7 Jahre Burkhard Jung zu sprechen.

Burkhard Jung hat dann aber wohl sein „wahres Gesicht offenbart“, denn er sagte den Termin mit dem Journalisten der Leipziger Volkszeitung kurzfristig ab.

Dies wohl mit dem Hinweis, „dass der Journalist, der ihn interviewen wolle, am Abend des 1. Wahlganges, den Sieger dieser Wahl, Sebastian Gemkow „umarmt“ habe. Nun Herr Jung geht’s denn noch?

Sie wollen Oberbürgermeister aller Leipziger sein, und beginnen so den Tag nach der gewonnenen Wahl? Ein Armutszeichen für Sie und ein Debakel für den Beginn ihrer neuen Amtszeit.

Sie werden sich nicht verändern, sehr geehrter Herr Jung. Sie werden auch niemals ein Oberbürgermeister aller Leipziger sein. Vielleicht wollen diese das auch nicht, denn ein Oberbürgermeister der vorwiegend mit Bauträgern, Immobilienunternehmern und der Großindustrie kann, der kann nicht Oberbürgermeister aller Leipziger sein.

Sie werden auch weiterhin kein Ohr und Herz haben für die Armen dieser tollen Stadt. Sie werden bleiben, wie sie sind, nicht der Oberbürgermeister aller Leipziger.

Möglicherweise werden Sie aber auch keine 7 Jahre mehr in Leipzig bleiben. Das wäre eine gute Nachricht für Leipzig.

Übrigens nicht einmal ein Viertel der Leipziger wahlberechtigten Bürger haben ihnen dann auch ihre Stimme gegeben.