Start Allgemein Brüssels dissoziative Amnesie und die europäischen Bürger und Bürgerinnen

Brüssels dissoziative Amnesie und die europäischen Bürger und Bürgerinnen

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Folgt man den Nachrichten und verschiedenen Berichten so zeigt sich, dass die nächsten ein bis zwei Jahre außerordentliche Belastungen für europäische Bürger und Bürgerinnen bedeuten können.

Ausgehend von der Covidpandemie bis hin zur Ukrainekrise ergaben sich und ergeben sich schwere wirtschaftliche und soziale Belastungen. Viele Betriebe stehen vor dem Aus. Die Energiefrage wird immer virulenter. Die Preise für alltägliche Gebrauchsgüter und Energie steigen ohne Ende. Die europäische Währung befindet sich auf einem Tiefpunkt. Die Inflation scheint nicht mehr aufzufangen zu sein und Europa geradewegs auf dem Wege in eine wirtschaftliche Rezessionszeit.

Weiterhin werden Durchhalteparolen von Brüssel den Bürgern und Bürgerinnen entgegen geworfen und diese auf außergewöhnliche Belastungen eingeschworen. Mit unverrückbarer Eigenlogik versucht Brüssel den Menschen zu erklären, dass es keine Alternativen gäbe.

Gleichzeitig, abgesehen von Europa, nehmen viele Länder jedoch nicht an den Maßnahmen gegen Russland teil. Diese befinden sich nicht in einer Energiekrise, sondern profitieren auch noch von dieser.

Der europäische Bürger oder die europäische Bürgerin ist dadurch verschreckt und ängstlich geworden. Wem soll man trauen können? Die Politiker scheinen von gestern auf heute, frei nach dem Motto „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“, nicht mehr zu wissen, was sie ihren Wählern/Bürgern versprochen haben.

Aus klinischer Sicht spricht man hier von einer dissoziativen Amnesie. Was ist damit gemeint?

Die dissoziative Amnesie ist eine klinische Diagnose, womit landläufig ein Gedächtnisverlust oder eine Gedächtnisstörung bezeichnet wird. Die Störung wird durch Stress oder Traumata ausgelöst und führt dazu, dass man sich oft an wichtige Dinge nicht mehr willentlich erinnern kann. Betroffene Personen zeigen oft Gedächtnislücken, welche Zeitspannen bis mehrere Jahrzehnte umfassen können.

Die dissoziative Amnesie bzw. der Gedächtnisverlust kann Teile der bewussten Wahrnehmung wie auch des autobiografischen Gedächtnisses umfassen. Man weiß oft nicht mehr, wer man ist, wo man war, mit wem man etwas getan, gedacht oder gefühlt hat.

Aktuelle Aussagen von Politikern wie Annalena Baerbock „egal was meine deutschen Wähler denken“ oder Scholz „wenn Maßnahmen uns mehr Schaden als der russischen Führung machen sie keinen Sinn“, tragen das ihre dazu bei, den Glauben an eine gute Politik vollkommen zu untergraben.

Klinisch gesehen haben es die europäischen Bürger und Bürgerinnen also mit einer politischen, auf Dissoziation beruhenden Politik zu tun.

Noch schizoider wird die Situation dadurch, dass Brüssel plötzlich seine Liebe zu Aserbaidschan entdeckt. Dabei ist Aserbaidschan, gleich wie Russland, auch als ein Aggressor einzustufen, der Armenien überfällt. Hier werden, entgegen zu Russland, aber keine Maßnahmenpakete empfohlen und durchgesetzt.

Der normale Bürger in Europa kann die Politik nach menschlich-logischen Gesichtspunkten nicht mehr einordnen. Europa zeigt eine Führungsschwäche, welche entsprechende Unruhen bewirken kann.

Die Botschaften, welche von der Politik ausgesandt werden, beinhalten keine Logik und wenig Visionen. Der einzige Ausblick für europäische Bürger und Bürgerinnen ist der Verlust des Wohlstandes. Es wird sich zeigen, wie lange Brüssel und die europäische Politik noch mit unlogischen, unklaren politischer Ziele agieren können.

Vielleicht wäre es vorteilhaft, wenn Brüssel einen Rückgriff auf die Psychologie machen würde, um zu verstehen, dass mit der gegenwärtigen Logik in der Politik nur Unverständnis bei der Bürgern und Bürgerinnen zu ernten ist.