Start Allgemein Betrifft: Fortführung der Deutschen Lichtmiete Direktinvestitionsgesellschaften

Betrifft: Fortführung der Deutschen Lichtmiete Direktinvestitionsgesellschaften

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An die Direktinvestoren der
Deutschen Lichtmiete Gruppe
An die Vermittler der Kapitalanlagen
mit der Bitte, Ihre Anleger zu informieren

Stuttgart, den 12.6.2022

 

Fortführungskonzept

Ausgangslage ist, dass die Gesellschaften der Lichtmiete Gruppe – und zwar alle (!) – nicht wegen operativen Zahlungsschwierigkeiten oder wegen operativer Probleme zahlungsunfähig geworden sind, sondern ausschließlich (!) wegen der Beschlagnahme der gesamten Aktiva der Gruppe. Warum ist das wichtig? Ohne die Beschlagnahme aller Aktiva wäre die Gruppe für 2022 durchfinanziert gewesen, alle Verbindlichkeiten gegenüber den Direktinvestoren hätten bedient werden können!

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft war und ist, es läge ein bandenmäßiger Betrug nach dem sogen. Ponzi Prinzip, mithin ein Schneeballsystem vor. Weitere strafrechtliche Vorwürfe sind z.Z. unbekannt. Ein solches System setzt immer voraus, dass die Investments nicht profitabel sind. Die Projekte waren aber fast alle profitabel, es liegt und lag kein Ponzi Betrug vor. Für eine Fortführung war und ist das wichtig, weil das Geschäftsmodell funktioniert!

In seinen neuesten Verlautbarungen (abgestimmt ganz offensichtlich mit seinem Partner One Square Advisors) spricht auch der Insolvenzverwalter Weiss nun endlich von einer Fortführung. One Square Advisors, gemeinsamer Vertreter der Anleihegläubiger und Mitglied im Gläubigerausschuss, hat auch seine Meinung geändert und veröffentlicht, man wolle jetztfortführen – allerdings kennt er weder das Geschäftsmodell noch hat er Mitarbeiter, die es betreiben könnten.

Also nicht nur das seinerzeitige Management, auch der Insolvenzverwalter geht davon aus, dass a) eine Fortführung möglich ist und b) eine Fortführung auch zu besseren Ergebnissen als eine Zerschlagung führt. Problem ist, dass die Direktinvestoren – anders als die Anleihegläubiger – keinen „gemeinsamen Vertreter“ haben und jeder für sich agiert.
Der Insolvenzverwalter Weiss beschäftigt derzeit eine Unmenge an Beratern und „plündert“ damit regelrecht die Insolvenzmasse – das geht natürlich zu Lasten der Gläubiger. Sein Bestreben ist es, eine möglichst große Masse zu generieren. Ihr Interesse muss genau gegenteilig sein: Ich gehe davon aus, dass Sie unstrittig Eigentum an den Leuchten erworben haben. Der Insolvenzverwalter hat ein Gutachten von der Kanzlei Görg/Hamburg erstellt, dass offenbar zu dem gleichen Ergebnis kommt.

Sie wurden offenbar über das Gutachten nicht informiert – es wird aber von den Gläubigern bezahlt! Sie sehen, welche Nebelkerzen hier geworfen werden – Ihr Eigentum kann Ihnen keiner nehmen, Sie müssen auch keine Entscheidung über eine Aussonderung treffen – Sie können Ihr Eigentum jederzeit herausverlangen.

Ziel aus Ihrer Sicht sollte also sein, das Eigentum an den Leuchten nachzuweisen bzw. jemanden zu beauftragen, diesen Nachweis zu führen und die Leuchten entweder in den Mietverträgen zu belassen und die Leuchten im Bestand in Mietverträge zu überführen.
Der Sachverhalt wäre klarer, wenn der Geschäftsführer – ein Kooperationspartner von Herrn Weiss, Herr Brauer – endlich die Bilanzen erstellt und veröffentlicht oder Ihnen zumindest das Insolvenzgutachten zur Verfügung gestellt hätte. Hier gilt das gleiche wie bei dem Gutachten von Görg -Sie sollen so wenig wie möglich erfahren!

Wenn der Eigentumsnachweis oder eine Verhandlungslösung gelingen, dann können über die Mietverträge 100% der Forderungen der Direktinvestoren zurückgeführt werden – vielleicht nicht im ursprünglich angedachten Zeitrahmen, aber zu 100% Ihrer noch offenen Forderungen.
Die Leuchten und ihren Verbleib kann man vermutlich für die Direktinvestoren nachweisen. Dieser Nachweis wird von Herrn Weiss bislang verweigert und/oder behindert – sei es aus Absicht oder aus Unvermögen: Für einen genauen Nachweis muss man sehr detailliert in die operativen Systeme einsteigen und die Seriennummern vermutlich regelrecht suchen. Tatsächlich wird der überwiegende Teil nachzuweisen sein.

Die Leuchten gehören entweder den Direktinvestoren oder sind den Anleihegläubigern sicherungsübereignet. Das heißt, in einer Verhandlungslösung kann man ggf. auch einen Kompromiss finden und sich mit dem gemeinsamen Vertreter einigen, wem welche Leuchten zuzuordnen sind.

Ein Teil der Direktinvestoren ist in 10 Gesellschaften investiert, mit jeweils 20 Gesellschaftern, die nicht zum Konzern gehören und deren Insolvenzverwalter Herr Malte Köster aus Bremen ist. Dieser Insolvenzverwalter wird und kann eine sinnvolle Lösung für die Investoren finden, wennund sobald der Konzern und sein Insolvenzverwalter (Herr Weiss) kooperieren – hier liegt das Problem.

Im Konzern gibt es drei große Direkt – Investitionsgesellschaften, die Deutsche Lichtmiete Direkt-Investitionsgesellschaft (o.N., 2 und 3) mbH. Diese hatten (und haben vermutlich noch, die kann der IV schwerlich alle geplündert haben) hohe Bankguthaben, die an die Investoren, jedenfalls zum Teil, ausgeschüttet werden könnten.

Alle drei Gesellschaften haben am 13.7.2022 ihre Gläubigerversammlungen. Und in allen drei Gesellschaften sind Sie, die Direktinvestoren, mehr oder weniger alleinige Gläubiger. Zusammengefasst hatten die Direktinvestitionsgesellschaften am 31.12.2021 folgende Werte in ihren Büchern stehen: einen Leuchtenbestand von 28 Mio. (was zu Mieterträgen von 3,4 Mio. führen würde), Verbindlichkeiten gegenüber Íhnen von 43 Mio. und einen Kassenbestand von über 6 Mio.

Bilanzierte Leuchten Verbindlichkeiten Investoren Kassenbestand
Deutsche Lichtmiete Direkt-Investitionsgesellschaft mbH 3.163.178,00 € 12.873.898,23 € 654.845,20 €
Deutsche Lichtmiete 2. Direkt-Investitionsgesellschaft mbH 8.863.794,00 € 9.267.570,35 € 1.213.758,84 €
Deutsche Lichtmiete 3. Direkt-Investitionsgesellschaft mbH 16.391.460,00 € 21.454.927,23 € 4.446.655,24 €
28.418.432,00 € 43.596.395,81 € 6.315.259,28 €

 

Mein Vorschlag ist, Sie wählen den Insolvenzverwalter ab und entscheiden sich für eine Eigenverwaltung.

Durch unternehmerische Fehler hat der Insolvenzverwalter Weiss mittlerweile fast das gesamte Personal verloren. Er kann daher gar nicht mehr die Mieter der Leuchten betreuen (die in der Vermietgesellschaft betreut wurden) noch ist er in der Lage, für Ihre Leuchten neue Mietverträge abzuschließen.

Um diesen Service sicherzustellen, habe ich mit einigen TOP Vertrieblern der Gruppe eine neue Gesellschaft in Stuttgart gegründet. Wir werden unter der Marke „Light Now“ die Mietverträge, die man uns andient, verwalten und neue Mietverträge abschließen. Die Firma firmiert – bis zur Eintragung der Marke „Light Now“ – unter DL Vertrieb GmbH & Co. KG.

Für die Bewirtschaftung der neuen wie der alten Verträge verlangt die neue Gesellschaft 20% der Mieten und wird die übrigen Mieten so lange an Sie auskehren, bis alle Verbindlichkeiten Ihnen gegenüber getilgt sind.

Auch zu dem vermeintlichen Fehlbestand an Leuchten (den der Insolvenzverwalter Weiss öffentlich immer wieder behauptet) habe ich Stellung genommen, siehe Anlage. Es gibt keinen „Fehlbestand“ an Leuchten – es sei denn, man sucht die Differenz zwischen einem Fantasiebestand und einem durch Inventur ermittelten IST Bestand!
Weiteres Vorgehen:

Diejenigen Investoren, die mit unserer neuen Gesellschaft weiterarbeiten wollen, werden wir in einer Videokonferenz informieren, das Vorgehen erläutern und auf Fragen eingehen. Die

Gesellschaft wird in jedem Fall jetzt starten – und natürlich würden wir uns freuen, wenn wir Ihre Leuchten ebenfalls verwalten dürfen.

Der seinerzeit ins Auge gefasste Mieteinnahmepool der THD Treuhanddepot GmbH wird vermutlich so nicht zulässig sein. Daher könnte es sein, dass die Mieten von Herrn Weiss vereinnahmt werden – dann sind sie fort! Wir werden also versuchen, das Eigentum nachzuweisen und die Verträge auf die Direktinvestitionsgesellschaften oder auf unsere Gesellschaft umzuschreiben. Bei 660 Mietverträgen ist das ein überschaubarer Aufwand.

Wenn Sie für die Eigenverwaltung in der Gläubigerversammlung votieren (und das Gericht muss diese dann genehmigen), dann haben Sie die Position und die Mittel, um Ihre Ansprüche auch durchzusetzen! Dafür brauchen wir ggf. einen guten Anwalt, systemisches Know How in den Abrechnungssystemen (haben wir) und die Zustimmung der Mieter (davon gehen wir aus, viele haben schon bei uns angerufen!).

Die Verwaltung der Mieten wird ausschließlich aus den Mieterträgen und zu variablen Konditionen, 20% der Erträge, erfolgen. Wir gehen davon aus, dass Sie innerhalb von 4 Jahren 100% Ihrer noch offenen Forderungen mit diesem Vorgehen erhalten werden.

Mit freundlichen Grüßen…
Dr. Gert Sieger