Start Anlegerschutz Anlegerschutzanwälte und deren natürliche Feind „der Finanzberater“

Anlegerschutzanwälte und deren natürliche Feind „der Finanzberater“

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geralt / Pixabay

Natürlich muss auch ein Rechtsanwalt „Miete bezahlen, Auto bezahlen usw“. Genau deshalb gehört natürlich auch die Mandantenakquisition zu seinen vordringlichen Aufgaben, denn wie heißt es so schön „ohne Moos nix los“. Leider ist vielen solchen sogenannten Anlegerschutzanwälten, dann all zu oft nahezu jegliches Mittel recht, um zum Beispel Kapitalanlegern, dann ein Mandat aufzuschwatzen.

Pflicht zur korrekten Information des Mandanten oft vergessen

Oft vergessen sie dann jedoch dem Mandanten, dem mutmaßlich geschädigten Anleger mitzuteilen, dass ein solcher Prozess im Zweifelsfall auch mit hohen Kosten für den Anleger selber verbunden sein kann. Da ein Großteil der Anleger jedoch ohnehin über eine Rechtsschutzversicherung verfügt, sehen nicht wenige Anwälte hierin das schnelle Geld vieler geschädigter Klienten.

Natürlich kann dieses Vorgehen auch gut laufen, nämlich dann wenn ein zukünftiger Prozess gewonnen wird und sich für alle beteiligten Seiten gelohnt hat. Für die Klienten in Form von Entschädigungen für deren Verluste sowie für einen Anwalt in Form von positiver Publicity. Daraus ergibt sich ein Konflikt zwischen Vermittlern und Anwälten. Die Vermittler müssen immer damit rechnen nachträglich verklagt zu werden.

Haftungsfreizeichnung gegenüber Vermittler ist gefährlich

Leider ist jedoch auch einfach vielen Anlegern nicht bewusst, welchen Schaden die Unterzeichnung von einem Beratungsprotokoll anrichten kann. Hiermit spricht man einen Finanzberater nämlich von dessen Beraterhaftpflicht frei und ermächtigt diesen dazu, Kapitalgeschäfte in eigenem Namen abschließen zu können. Das Problem ist allerdings hierbei auch das viele Kunden, vonseiten der Finanzberater, hierbei nicht ausreichend und korrekt beraten werden, da diese ebenfalls das schnelle Geld wittern. So werden auch nicht selten schlecht informierte Menschen oder sogar Senioren Opfer solcher zwielichtigen Methoden seitens der Finanzindustrie.

Dabei ist mit der Unterzeichnung von dem Beratungsprotokoll der größte Schaden durch die nun nicht mehr bestehende Beraterhaftung schneller entstanden als man glauben mag und man befindet sich von nun an unbewusst in der Hand von vereinzelt unseriösen Finanzanbietern, die mit Ihrer Anlage machen können, was sie gerade möchten.

Hierbei kommt es dann nicht selten zu Fällen in denen in risikoreiche Anlagen investiert wurde, in deren Verlauf die Anlage schließlich komplett verloren geht. Wurden dem Anleger zuvor noch die aussichtsreichen Vorhersagen in Bezug auf dessen Anlage versprochen, steht dieser nunmehr vor einem riesigen Scherbenhaufen.

Kompetenz in der Bevölkerung – leider nein

Viele wissen allerdings auch leider zu wenig, über den in Deutschland geltenden Anlegerschutz, Bescheid. Mit dem Anlegerschutz sollen die Anleger, finanzieller Werte, geschützt werden, da diese gegenüber den Finanzdienstleistern als unterlegen eingestuft werden.

Was auch der Wahrheit entspricht wenn man die Tatsache bedenkt, dass einem ein Finanzexperte viel prognostizieren kann, während der Normalverbraucher, der diesem gegenübersitzt, mit diesem Themengebiet nur unzureichend vertraut ist.

Bedingt durch die Häufung solcher Fälle, in denen Anleger von einem Finanzdienstleister um Ihr hart erspartes gebracht wurden, wandeln sich solche Dienstleister heute auf einem schmalen Grat und haben oftmals einen äußerst zweifelhaften Ruf.

Dieser Ruf wird noch bestärkt durch die vielen Anlegerschutzanwälte, denen auf Ihrer Jagd nach Klienten kein Weg zu Steinig und kein Opfer zu groß ist um an Ihr Ziel zu kommen.
Gerechtigkeit zu schaffen für diejenigen, die von den Skrupellosen Mitarbeitern aus dem Finanz Sektor, um Ihre, über viele Jahre hart ersparten Euro, gebracht wurden.
Dabei ist auch diesen jedes Mittel recht und es kommt dabei auch nicht selten vor, dass das Engagement dieser Anbieter, auch einen eigentlich als Seriös einzustufenden Finanzdienstleister trifft.

Und die Anleger? Die wissen in der heutigen Zeit oftmals selber nicht welcher der beiden Seiten Sie trauen sollen, die beide versuchen diese von Ihrer Version der Wahrheit zu überzeugen.

Auf der einen Seite die Finanzdienstleister, die Ihrer Kundschaft hohe Erträge und 100 % sichere Anlagemöglichkeiten versprechen und die sich besonders in der Anfangszeit häufig bei einem melden, um dem Anleger das sichere Gefühl, einer individuellen Rundumbetreuung zu vermitteln.

Auf der anderen Seite die vielen Anlegerschutzanwälte, die keine Möglichkeit dazu auslassen, die Menschheit vor Dubiosen Anlagegeschäften und unseriösen Finanzdienstleistern zu warnen.

Liest man als Normalverbraucher dann auch noch die Tageszeitung, schaut die Nachrichten oder hört Radio, dann kann einem schon einmal Angst und Bange um sein Geld werden und doch weiß man am Ende des Tages nicht so wirklich was man damit anstellen soll.
So schrecken heute nicht wenige Menschen davor zurück Ihr Geld in eine Anlage zu investieren und horten dies daher lieber, zu geringen Zinsen, auf dem eigenen Girokonto, wo das Risiko noch am überschaubarsten scheint.

Doch ist auch dies keinesfalls der Beste weg, den diese Menschen gehen können.
Eine weitere Alternative wäre es nämlich, sich vor der Investition in eine Anlage, selbst ausführlich mit dieser zu befassen. Es gibt durchaus Möglichkeiten, die einem Anleger ein sicheres Investment ermöglichen. Unter anderem auch die Investition in Immobilen, wobei selbstverständlich auch hier, wie bei jeder Form einer Anlage, höchste Vorsicht geboten ist.

Doch gerade durch ein gewisses Vorwissen, lassen sich Fehler bei Anlagen im Vorhinein deutlich eingrenzen. Auf diese Weise lässt sich auch einfach feststellen, ob ein Finanzberater nur an einem schnellen Abschluss mit dem Anleger interessiert ist oder ob dieser einen wirklich, im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten, entsprechend berät. Und auch im Falle risikoreicher Anlagen, kann man sich durch das Einholen eigener Informationen im Vorfeld, ein Stück weit absichern.

Was man dagegen keinesfalls tun sollte, ist einem Finanzberater ein Beratungsprotokoll zu unterschreiben und somit die Beraterhaftung aufzuheben. Wobei einen nur die schwarzen Schafe in dieser Branche, zu so etwas auffordern werden. Zumindest wenn es sich dabei um einen frühen Zeitpunkt der Zusammenarbeit handelt.

Sie merken es bereits, wenn es um Ihr Vermögen geht, dann sollten Sie niemandem mehr vertrauen wie sich selbst. Denn sowohl die Anlegerschutzanwälte als auch die Finanzdienstleister, würden niemals zugeben, dass beide Seiten mit Ihrer Meinungshaltung auch vereinzelt richtig liegen.

So gibt es zwar durchaus auch die unseriösen Finanzdienstleister doch ebenso lassen sich auch eine Reihe Seriöser Unternehmen in dieser Branche finden, welche wirklich nur das Beste für die Anleger im Sinn haben.

Wer sich daher im Vorfeld einer Anlage etwas informiert, der wird recht schnell feststellen können, welcher Art von Finanzexperte man sich gerade ausgesetzt fühlt.
Befindet man sich dann doch einmal in einer Situation, welche das Hinzuziehen eines Anlegerschutzanwaltes erforderlich macht, kann man dem Anwalt in diesem Fall die wichtigsten Punkte direkt mitteilen, was diesem die Arbeit in der Folge deutliche erleichtern wird.

So hilft einem ein Basiswissen daher auch, sollte es doch einmal zu einem Rechtsstreit mit einem Finanzdienstleister kommen.

Denn einen Anwalt zu beauftragen, obwohl die Erfolgsaussichten für einen selbst nicht absehbar sind, kann im schlechtesten Fall mit sehr hohen Kosten für einen selbst verbunden sein, weshalb man immer auf Nummer sicher gehen sollte, bevor man eine Klage, egal welcher Art, weiter voran treibt.

Es gibt nämlich durchaus auch Anwälte, die einen in jedem Fall und in jeder beliebigen Angelegenheit vertreten, auch wenn die Erfolgsaussichten vor Gericht eher nicht so gut für Ihren Klienten stehen.

Ausschlaggebend für eine solche Vorgehensweise ist auch in diesem Fall einmal mehr das liebe Geld, welches diese Anwälte für Ihre Arbeit von dem Klienten erhalten.

Aus diesem Grund sollte man daher auch seinen Anwalt stets mit Bedacht auswählen und sich über diesen im Vorfeld so genau wie möglich informieren um sicher zu gehen, dass man von diesem auch eine angemessene Beratung erwarten kann.

Fazit

Viele potenzielle Anleger verzichten in der heutigen Zeit fast freiwillig auf das Geld, welches diese mit Ihrem Gesparten, durch kluge Investitionen erzielen könnten.

Der Negativen Presse in Bezug auf die Finanzindustrie sowie zum Teil dem eigenen Unwissen geschuldet, lassen diese Ihre Ersparnisse in der Folge lieber zu kleinsten Zinsen auf dem eigenen Girokonto.

Dabei müssten sich diese nur im Vorfeld genauer über die Möglichkeiten, im Bezug auf Geldanlagen informieren um festzustellen, dass durchaus einige Attraktive Möglichkeiten hierzu existieren.

Und dann wüssten diese Personen auch, dass diese durch den in Deutschland geltenden Anlegerschutz, hierzulande im Zweifelsfall besser geschützt sind als woanders auf der Welt.

Besteht dann doch einmal Bedarf an einem Anlegerschutzanwalt, sollte man nur möglichst darauf achten einen solchen zu finden, der einen auch in Bezug auf die Erfolgschancen einer Klage vor Gericht, seriös berät und vertritt.