Start Allgemein Abraham Maslow, unsere Bedürfnisse und die politische Blindheit

Abraham Maslow, unsere Bedürfnisse und die politische Blindheit

130

In Italien haben nun die Rechtspopulisten mit Georgia Meloni die Wahl gewonnen. Sie stehen für ein unsicheres und instabiles Europa, welches auseinanderbrechen könnte. Schweden zeigt ähnliche Verhältnisse. Doch wer die italienische Politik kennt weiß, dass verschuldete Länder die letzten sein werden, welche sich vom europäischen Fressnapf, gespeist durch Nettozahler wie Deutschland und Frankreich, trennen werden. Jedoch werden sie zunehmend der europäischen Leyen-Politik Probleme bereiten.

Interessant war auch die jüngste Tirol Wahl. Gerade bei den jungen Menschen unter 30 konnten etwa typische Klimaparteien wie die Grünen, welche nun in Deutschland geradezu kriegsmartialische Töne anschlagen, nicht mehr reüssieren. Hier lief die Freiheitliche Partei allen anderen davon.

Überhaupt schafften es die Grünen in keinem einzigen Bezirk mehr die 20 Prozent Marke zu erreichen. In einigen Gemeinden rutschte sie sogar unter die 5%-Marke. Die Freiheitlichen hingegen wurden zur zweitstärksten Partei. Dennoch umarmen sich die Verlierer der Wahl für eine gemeinsame Landesregierung und nehmen den Wählerwillen weiterhin nicht ernst.

Es ist anzunehmen, dass sich der Rechtstrend in Europa fortsetzen wird. Warum?

Die Hierarchie der menschlichen Bedürfnisse wurde vor vielen Jahren schon von Abraham Maslow erstellt. Er geht davon aus, dass jedes Individuum bestimmte Bedürfnisse hat, deren Befriedigung Vorrang vor anderen hat. Das Modell wurde immer wieder, aufgrund seiner Linearität, kritisiert.

Trotz aller Kritik hat sich das Modell aber immer wieder neu erfunden und an seiner prinzipiellen Gedankenwelt nichts an Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil sogar, wenn wir die aktuellen Verhältnisse in Europa und auf der Welt betrachten.

Eine polnische Abgeordnete erklärte neulich, dass sich Europa im Krieg befände!

Der Souverän, der Bürger, hat die Volksvertreter nicht dazu eingesetzt einen (nur noch zum Teil ein Wirtschafts-) Krieg vom Zaun zu brechen oder zu verkünden.

Er hat die Volksvertreter nicht dazu aufgefordert seinen bescheidenen Wohlstand aufzukündigen und schon gar nicht dazu Lebensmittel, Gas- und Stromkosten unbezahlbar für ihn zu machen. Es erfolgten dazu auch keine Volksbefragungen. Auch will der Bürger keine MinisterInnen die ihm vorschlagen Decken zu verwenden, sollte es zu kalt werden.

Die europäische Politik einzelner Staaten nimmt aber weiter die Baerbock-Haltung ein, dass es egal sei was der Wähler will.

Damit scheint nunmehr von der Politik eine Grenze erreicht worden zu sein, welche unklug wäre sie weiter zu überschreiten.

Naturgemäß wendet sich der Bürger von diesen Parteien und Volksvertretern ab und wird nun diese unterstützen, welche seine Grundbedürfnisse berücksichtigen. Die ersten Ergebnisse können wir in Schweden und Italien beobachten. Weitere werden folgen.

Europa und seine Politik scheinen die Zeichen der Zeit nicht zu erkennen und vernachlässigen sträflich den Wunsch der Bürger. Es wäre klug sich Abraham Maslow ins Gedächtnis zurück zu holen, damit die Politik die psychologische Seite menschlicher Bedürfnisse erkennt und danach zu handeln beginnt.