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11 Jahre danach

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Justitia
Justitia | © CC0/pixabay.com

Versucht nun das Landgericht Hof Vorwürfe gegen Michael Turgut aufzuarbeiten, hat dafür insgesamt 106 Zeugen geladen vor der Strafgerichtskammer des Landgerichtes in Hof auszusagen. Das gegen jenen Michael Turgut gegen den die Hofer Staatsanwaltschaft seit über 10 Jahren versucht ein rechtsverbindliches Urteil zu bekommen. Eines das dann auch vorm BGH hält.

Denn bereits  vor über einem Jahr wurde Michael Turgut von einer anderen Hofer Strafkammer zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. In diesem Verfahren hat der Bundesgerichtshof noch nicht über den Revisionsantrag Turguts entschieden. Möglich das auch dieses Verfahren gegen Michael Turgut dann neu aufgerollt werden muss.

Man hat aber auch das Gefühl das es in Hof ein regelrechtes Kesseltreiben gegen Michael Turgut von Seiten der Ermittlungsbehörden gibt, dies gepaart mit der Unterstützung der Medien in Hof, vor allem der Frankenpost. Von einer fairen Berichterstattung ist man dort Meilenweit weg. Man hat das Gefühl das es hier nicht um die Sache geht, sondern eher darum jemanden um jeden Preis „fertig zu machen“. Medial und mit der Hilfe der Hofer Justiz.

Es ist schon ein Treppenwitz, wenn man allen Ernstes versucht nach Ablauf von 11 Jahren einen Beratungsprozess aufzuarbeiten. Wer kann sich da noch „gerichtsfest von seiner Aussage her“ erinnern? Ich könnte das nicht, und wie mir geht es sicherlich vielen Zeugen die nun von den Hofer Turgut- Verfolgungsbehörden zu dem Prozess vorgeladen wurden.

Wäre ich Strafverteidiger von Michael Turgut, dann würde ich jeden Zeugen verpflichten seine Aussage unter Eid zu bestätigen. Mal gespannt wer das dann noch tun würde. Stellen Sie sich vor Sie kaufen im Mediamarkt etwas ein und nach 11 Jahren stellt man fest das man sie beim Preis übervorteilt hat, lädt sie nun in einem „komischen Prozess“ vor wo sie den gesamten Beratungsprozess des Kaufs nochmals detailliert darstellen sollen. Merken Sie wie bescheuert das ist? Genau das will nämlich die Strafkammer des Landgerichtes Hof  von den 106 geladenen Zeugen. Hätte man diesen Prozess bereits  2008 oder 2009 geführt, dann wäre das alles noch nachvollziehbar gewesen. Jetzt sieht das aber nach einem Racheakt der Hofer Justiz an Michale Turgut aus. Zumindest kann man sich diesen Eindrucks nicht erwehren.

Ob es in diesem Prozess dann überhaupt zu einem überzeugenden Schuldspruch kommen kann, das bleibt abzuwarten darf man aber sicherlich stark in Zweifel ziehen.

Nochmals das soll kein Plädoyer für Michael Turgut sein, sondern der Artikel soll einfach mal die Absurdität so machen Handeln einer Verfolgungsjustiz zeigen. Da geht es manchmal, so hat man den Eindruck, gar nicht mehr um Aufklärung, sondern nur noch um eine Verurteilung eines unliebsamen Mitbürgers. Wenn solche Eindrücke entstehen, dann ist das sicherlich nicht gut für eine funktionierende Justiz.